Fahndungserfolg der Polizei

Mutmaßlicher Doppelmörder von Lüneburg gefasst

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Foto: In einer Lüneburger Wohnung wurden Anfang Januar zwei Frau erstochen. Der Ehemann eines der beiden Opfer ist dringend tatverdächtig und wurde in Hamburg festgenommen.

Lüneburg - Nach dem Doppelmord an zwei Frauen in Lüneburg hat die Polizei den dringend tatverdächtigen Ehemann eines der Opfer fassen können. Zielfahnder hätten den Mann in Hamburg festgenommen, berichtet die Polizei. Nach dem Mann war seit der Bluttat vom 4. Januar mit Hochdruck gefahndet worden.

Der Gefasste sei dringend tatverdächtig, seine32 Jahre alte Ehefrau und deren 33 Jahre alte Freundin in der Wohnung des Ehepaares erstochen zu haben. Noch am Freitagabend sollte er einem Haftrichter in Lüneburg vorgeführt werden. „Wir ermitteln wegen zweifachen Mordes“, bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

Von Nachbarn alarmierte Polizeibeamte hatten die beiden Opfer mit schweren Stichwunden in der Wohnung des Ehepaares in einem Mehrfamilienhaus gefunden. Anwohner hatten Hilfeschreie gehört, der Tat soll ein Streit vorausgegangen sein. Als die Beamten in die Wohnung eindrangen, war eine der beiden Frauen bereits tot. Die andere rang noch um ihr Leben, doch auch die Notärzte konnten sie nicht mehr retten. Das Ehepaar soll drei Kinder im Alter von acht, neun und elf Jahren haben, sie waren zum Tatzeitpunkt aber nicht daheim.

Weitere Einzelheiten der Tat oder Spekulationen über eine möglicherweise anstehende Trennung des Paares als Auslöser des Beziehungsdramas hatte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht preisgeben wollen. „Wir gehen von einer Beziehungstat aus und ermitteln im Umfeld der Familie“, hieß es nach der Tat nur.

Das Alter des Mannes ist umstritten, die Polizei gab es zunächst mit 31 Jahren an. Der Mann könnte laut Polizei und Ausländeramt auch über einen irakischen Pass verfügen, nach dem er sieben Jahre älter wäre.

dpa

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