Bluttat in Sachsen

Mutter soll neunjährige Tochter erstochen haben

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Foto: In diesem Haus im sächsischen Plauen soll eine 49-jährige Mutter im Wahn ihre 9-Jährige Tochter gewürgt und niedergestochen haben. Die mutmaßliche Täterin befindet sich nun in psychiatrischer Behandlung.

Plauen/Zwickau - Im Wahn soll eine Mutter in Sachsen ihre neunjährige Tochter gewürgt und anschließend erstochen haben. Sie wird jetzt in einem Krankenhaus psychiatrisch behandelt. Womöglich ist sie gar nicht schuldfähig.

Die 49-Jährige, die im sächsischen Plauen ihre neunjährige Tochter umgebracht haben soll, bleibt in psychiatrischer Behandlung. Das Amtsgericht Zwickau habe einen sogenannten Unterbringungsbefehl erlassen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Die Frau sei in eine Klinik für Forensische Psychiatrie gebracht worden. Dies wird angeordnet, wenn Verdächtige teilweise oder vollständig schuldunfähig sein könnten. Gegen die psychisch kranke Frau wird wegen Totschlags ermittelt.Die Neunjährige war gewürgt und mit zahlreichen Stichen getötet worden. Polizisten hatten das Kind am Dienstag in der Wohnung der Familie gefunden. Dem Jugendamt waren die psychischen Probleme der Mutter bekannt.

Laut Staatsanwaltschaft leidet die Frau schon seit mehreren Jahren an einer sogenannten schizoaffektiven Erkrankung, bei der abwechselnd oder gleichzeitig Schizophrenie, Depressionen sowie krankhaft manische Hochstimmungen auftreten können. Deswegen sei sie schon mehrfach stationär behandelt worden. Staatsanwaltschaft und Gericht gehen deshalb davon aus, dass die Frau zum Zeitpunkt der Tat schuldunfähig oder zumindest vermindert schuldfähig war. Bei ihrer Vernehmung machte sie keine Angaben.

Polizisten hatten das Kind am Dienstag in der Wohnung der Familie gefunden. Eine Anwohnerin hatte die Polizei alarmiert, weil die Mutter Gegenstände aus dem Fenster geworfen hatte. Die Todesursache sei eine Gemengelage aus den Stichen und der Strangulation, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Die Tochter hatte laut Landratsamt des Vogtlandkreises bis Ende Februar mehrere Monate lang überwiegend in einem Kinderheim gelebt. Sie konnte danach wieder ganz zu ihrer Mutter zurückkehren, weil nach Einschätzung des Amtes keine Gefahr für das Kindeswohl zu erkennen war.

dpa

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