Ohrenbetäubender Lärm

Der mysteriöse Knall von Braunschweig

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Rätselraten in Braunschweig: Zeugen berichten von einem ohrenbetäubenden Knall.

Braunschweig - Immer wieder hören Menschen seltsame Knallgeräusche im Stadtgebiet von Braunschweig – meist zwischen Nachmittag und spätem Abend. Doch auch nach Wochen hat niemand eine Erklärung für den ohrenbetäubenden Lärm gefunden, selbst Wissenschaftler sind ratlos. Ermittlungen der Polizei gibt es bislang keine.

Mysteriöse Geräusche imStadtgebiet geben den Menschen inBraunschweig Rätsel auf. "Zeugen berichten von einem ohrenbetäubenden Knall", sagte Polizeisprecher Wolfgang Klages am Montag. Mehrmals pro Woche sei das Krachen zu hören gewesen, meist zwischen dem Nachmittag und dem späten Abend. Allerdings ist völlig unklar, wo und wie das Geräusch entsteht. Bereits im vergangenen Jahr wollen Bürger den Knall gehört haben. "Eben war ich draußen, da war er wieder da, der Knall war so laut, ich dachte, da wäre etwas explodiert", berichtete ein Internetnutzer der "Braunschweiger Zeitung" imJanuar. Insgesamt listet das Blatt mehr als 20 Ohrenzeugen an verschiedenen Orten der Stadt.

Es geisterten teils wilde Erklärungsversuche durch die Stadt - so war beispielsweise von explodierende Kometen über der Stadt die Rede. Theorien vom Überschallknall bis zu zusammenstoßenden Güterwaggons seien ausgeschlossen worden, sagte Klages. Er hält es für am wahrscheinlichsten, dass jemand starke Böller an Orten mit großem Hall zündet, beispielsweise unter Brücken oder in Gullis.

Auch bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), die inBraunschweig beheimatet ist, macht man sich über den KnallGedanken. Es sei schwierig, aus einem Hörerlebnis irgendwo in der Stadt darauf zu schließen, wo das Geräusch herkommt. "Dazu braucht man mindestens zwei Mikrofone, am besten drei", sagte PTB-Raumakustiker Ingolf Bork demNDR. Auf die Lauer habe er sich aber noch nicht gelegt. Laut Polizei wurde der Knall bislang noch gar nicht technisch gemessen. Ermittlungen gibt es keine, schließlich sind bislang weder Verletzte noch Schäden gemeldet worden.

dpa

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