Fund von Wolfsfalle

Nabu stellt Anzeige gegen Wolfsjäger

+
Foto: Nabu-Wolfsexperte Markus Bathen ist sich sicher, dass mit der Falle ein Wolf getötet werden sollte.

Cuxhaven - Der Naturschutzbund hat Strafanzeige gestellt, nachdem eine Wolfsfalle im Langenmoor bei Cuxhaven gefunden wurde. Es geht um den Vorwurf der Tötungsabsicht einer geschützten Tierart. Nach Überzeugung des Nabu lassen Fundort und Größe der Falle den Verdacht zu, dass damit ein Wolf getötet werden sollte.

Wegen einer im Wolfsrevier bei Cuxhaven offen aufgestellten Schlagfalle stellt der Umweltverband Nabu Strafanzeige. Das Tellereisen mit einem Köder habe im Gras im Naturschutzgebiet Langenmoor gelegen und sei bereits am Montag gefunden worden. Noch am Donnerstag sollte Strafanzeige gestellt werden, sagte der Nabu-Kreisvorsitzende Hans-Joachim Ropers.

Es geht um den Vorwurf der Tötungsabsicht einer geschützten Tierart. Nach Überzeugung des Nabu-Wolfsexperten Markus Bathen lassen Fundort und Größe der Falle sowie der Köder den Verdacht zu, dass damit ein Wolf getötet werden sollte. Die Polizei habe die Falle sichergestellt und die untere Jagdbehörde informiert. Außerdem werde der Fall unabhängig von einer Strafanzeige der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt, sagte Polizeisprecherin Anke Rieken.

In Goldenstedt (Landkreis Vechta) wird gerade diskutiert, ob und wie ein Waldkindergarten mit einem Zaun geschützt werden muss, nachdem in der Nähe ein Wolf gesehen worden sein soll. Totschlagfallen sind nach Ropers Überzeugung in jedem Fall eine ernste Gefahr für spielende Kinder. Schlageisen werden bei der Jagd beispielsweise auf Füchse eingesetzt. Dazu werden sie in Gruben oder Kisten gesteckt und können dann weder Wölfe noch Menschen gefährden.

dpa

Kommentare