Aufräumarbeiten in Scheeßel

Nach dem Hurricane

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Foto: Kommt einem Weltuntergangsszenario gleich: Das Trümmerfeld nach dem Hurricane-Festival in Scheeßel.

Scheeßel - Müllberge, abgebrannte Dixi-Toiletten und kistenweise Fundsachen: Nach drei Tagen Hurricane-Festival haben am Montag in Scheeßel die Aufräumarbeiten begonnen. Neben 500 Tonnen Müll hinterließen die Musikfans in den Fundbüros Handys, Personalausweise und Schlüssel. Auch auf den Bezahlchips vieler Besucher schlummert noch Geld.

Drei Tage voller Musik und Party haben in diesem Jahr rund 65.000 Menschen zum Hurricane Festival nach Scheeßel im Landkreis Rotenburg gelockt. Die Musikfans reisten für die Großveranstaltung mit Zelt, Bierdosen und Grill an und nahmen nicht alle ihre Habseligkeiten wieder mit.

  1. Müll: Kronkorken, Kippenstummel und Kondome - rund 500 Tonnen Müll hinterlassen die Musikfans auf dem Festivalgelände bei Scheeßel. "Wir haben auch schon einen zurückgelassenen Kühlschrank gefunden", sagt der Sprecher des Entsorgungsunternehmens Nehlsen, das mit den Aufräumarbeiten beauftragt ist. Die Überbleibsel der Veranstaltung füllen etwa 60 Mülltransporter. Während des Festivals waren gut 650 große Mülltonnen auf dem Gelände verteilt, ein Teil des Unrats landet jedoch auf dem Boden. "Die vielen Kronkorken sind schon eine Herausforderung", sagt der Sprecher. Wie lange die Arbeiten in diesem Jahr dauern und wie viel sie kosten werden, könne man erst nach Ende des Aufräumens sagen.
  1. Fundsachen: In den Kisten des Festival-Fundbüros sind 2015 vor allem Handys, Personalausweise und Schlüssel gelandet. "Wir haben hier immer ein bisschen was von Allem", sagt eine Mitarbeiterin der Fundstelle. Der größte Glückspilz sei in diesem Jahr ein Mann gewesen, der seinen verlorenen Geldbeutel mit rund 200 Euro dort abholen konnte. Es sei auffallend, dass viele der Portemonnaies noch voll waren. "Oft wird das Bargeld rausgeklaut." Die Fundsachen werden am Montagnachmittag zunächst der Polizei übergeben, anschließend liegen sie in der Fundstelle der Gemeinde Scheeßel. Dort können sich die Musikfans per Email erkundigen, ob ihre verlorenen Sachen abgegeben wurden.
  1. Geld: Auf den Bezahlchips der Festivalbesucher schlummern immer noch ungenutzte Euros. In diesem Jahr konnten die Musikfans erstmals bargeldlos zahlen. Das ungenutzte Guthaben wird ausbezahlt, doch nicht alle Besucher haben Lust, sich wegen kleiner Beträge an einer Kasse anzustellen. Was aber passiert mit nicht rückgebuchtem Geld? "Das dürfen wir natürlich nicht behalten", sagt eine Sprecherin des Festivalveranstalters. Man hoffe, dass sich alle Fans ihr Restguthaben online zurückbuchen lassen. Die vierwöchige Frist dafür beginne am kommenden Freitag und auch im Anschluss hätten die Musikfans noch Anspruch auf ihr Geld.

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