Vollsperrung aufgehoben

A2 nach LKW-Unfall wieder freigegeben

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Foto: Drei Lastwagen waren an einem Stauende ineinander gefahren, einer von ihnen war dabei in Flammen aufgegangen.

Peine - Nach einem tödlichen Lkw-Unfall nahe Peine ist die Vollsperrung der A2 Richtung Hannover aufgehoben. Die rechte Spur bleibt vorläufig gesperrt. Der Schaden beträgt rund eine Million Euro.

Ein Lkw-Unfall mit einem Toten, zwei Verletzten und zwei brennenden Lastwagen auf der Autobahn 2 hat am Montag zwischen Peine und Braunschweig zu einem Verkehrschaos geführt. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis in die Nacht. Erst gegen 23.30 Uhr konnte die seit dem Montagmorgen gesperrte A 2 in Richtung Hannover wieder freigegeben werden. Der Verkehr fließt allerdings mit Einschränkung: Der rechte Fahrstreifen ist derzeit noch gesperrt. Die Einsatzkräfte wollen sich bei einer Besichtigung bei Tageslicht von möglichen Schäden auf der Fahrbahn durch brennenden Kraftstoff ein Bild machen. Ob dann die rechte Spur direkt wieder freigegeben werden kann oder längerfristig gesperrt bleibt, ist derzeit unklar.

Kurz nach 8 Uhr war ein Sattelzug bei Peine auf ein Stauende aufgefahren und hatte Feuer gefangen. Der 45-jährige Fahrer starb in dem brennenden Transporter. Zwei weitere Lkw-Fahrer wurden leicht verletzt. Bereits am frühen Morgen hatte es auf der A 2 nahe Lehrte (Region Hannover) einen Auffahrunfall gegeben, bei dem zwei Lkw-Fahrer verletzt wurden. Gegen 4 Uhr waren Richtung Dortmund zwei Lastwagen ineinander gefahren. Kurz vor einer Baustelle musste ein Lkw stark bremsen, der folgende Sattelzug konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Die Fahrzeuge verkeilten sich ineinander. Ein 42-Jähriger wurde in seinem Führerhaus eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der Fahrer des ersten Lastwagens erlitt leichte Verletzungen. Wegen der Bergungsarbeiten gab es auf der Autobahn Behinderungen.

Bei Peine kam es dann zum tödlichen Folgeunfall. Der mit CDs beladene Sattelzug aus Mecklenburg-Vorpommern fuhr auf zwei haltende Lastwagen auf, fing Feuer und brannte vollständig aus. Der 45-jährige Fahrer konnte nur noch tot geborgen werden. Auch der Auflieger eines weiteren Lkw fing Feuer. Durch brennenden Kraftstoff wurde die Fahrbahn beschädigt.Die Polizei beziffert den Schaden auf eine Million Euro. Der Verkehr auf der A2 staute sich auf bis zu 15 Kilometer Länge.

Aktuelle Verkehrsinfos

haz.de/verkehr

Verkehr auf B 188 kam zum Erliegen

Die Sperrungen hatten auch Auswirkungen auf die Umgehungsstraßen in Burgdorf und Uetze: Wer auf der Bundesstraße 188 von Uetze in Richtung Burgdorf und A 37 unterwegs war, musste viel Geduld mitbringen. Bereits kurz nach 9 Uhr begann der Verkehr, sich vor den Ampeln an der Burgdorfer Ortsumgehung im Zuge der B 188 zu stauen. Im Laufe des Tages spitzte sich die Lage zu, sodass der Verkehrsfluss zeitweise schon vor dem Schwüblingser Kreisel zum Erliegen kam.

Auch in den frühen Abendstunden war noch keine Entspannung der Verkehrslage festzustellen. Als Nadelöhr erwiesen sich die Ampeln auf der Burgdorfer Ortsumgehung im Zuge der B 188. Die Grünphase für den Verkehr auf der B 188 an der Ausfahrt Burgdorf-Mitte reicht gerade einmal, dass sechs bis neun Fahrzeuge die Kreuzung queren können. Der Stau auf der B 188 beschert auch den Hülptingser einen regen Verkehrsfluss vor ihrer Haustür. Denn viele Ortskundige nutzen die Ortsdurchfahrt, um auf die Immenser Landstraße und von dort über Immensen auf die A 2 bei Lehrte zu fahren. „Heute ist viel Verkehr auf der Straße“, berichtete ein Imbissbetreiber: „Doch wir verkaufen weniger, da alle froh sind, dass sie dem Stau entronnen sind und einfach nur weiterfahren wollen.“

Von Matthias Brunnert, Anette Wulf-Dettmer, Jan Szyszka und Frerk Schenker.

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