Baumängel

Neue Brücken auf A2 haben schon Risse

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VBA. Verkehrsbeeinflussungssystem. MOVE. Verkehrsminister Peter Fischer eröffnete das VBA auf der A7.

Hannover - Sie sind keine zwei Jahre alt und weisen schon Baumängel auf. Schilderbrücken auf der Autobahn 2 zwischen Lehrte und Braunschweig haben gefährliche Risse an den Schweißnähten. Die erste Anlage musste schon abmontiert werden.

Sie sind die jüngsten der Brücken mit dem elektronischen Verkehrsleitsystem auf der Autobahn 2 und schon kaputt. Erst 2010 und im vergangenen Jahr waren die 44 Brücken zwischen den Anschlussstellen Lehrte-Ost (Region Hannover) und Braunschweig-Nord aufgestellt worden, jetzt musste die erste schon wieder abgebaut werden. Die Schilderbrücke bei Hämelerwald hatte gefährliche Risse an den Schweißnähten. Wie ein Sprecher des Verkehrsministeriums sagte, war dies bei den regelmäßigen Kontrollen aufgefallen.

Die Brücke bei Hämelerwald ist nicht die einzig schadhafte. Möglicherweise müssen noch weitere abgebaut werden. Auch an den anderen Anlagen waren Baumängel aufgetaucht. Nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gibt es vor allem Probleme bei der Verbindung zwischen den Pfeilern im Betonfundament, den Stützen und den Querbalken, an denen die Verkehrsschilder angebracht sind. Es seien Risse an der Beschichtung und den Schweißnähten festgestellt worden. Erste Fehler hatten Experten der Straßenbaubehörde schon im Sommer 2011 bemerkt. Deshalb seien die Schilderbrücken bis heute auch noch nicht baulich abgenommen worden, sagte der Ministeriumssprecher. „Wir können nicht zulassen, dass die Standfestigkeit gefährdet ist.“

Siemens zeichnet als Generalunternehmer für die 44 Schilderbrücken verantwortlich. Wie eine Sprecherin erklärte, sei das Unternehmen um eine schnelle, einvernehmliche Lösung mit dem Land bemüht. Gutachter prüfen die Anlagen jetzt regelmäßig. Insgesamt geht es um Kosten von rund 7,5 Millionen Euro, die vom Bund bezahlt werden. Da es sich bei rissigen Schweißnähten um Baumängel handelt, die unter die Gewährleistung fallen, muss das Bauunternehmen, nicht der Steuerzahler dafür aufkommen. Wann die kaputte Schilderbrücke westlich von Hämelerwald wieder aufgestellt werden kann, ist nach Angaben des Verkehrsministeriums völlig unklar. „Das ist alles sehr ärgerlich“, sagte der Sprecher.

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