Erneuter Wintereinbruch

Niedersachsen hat noch 125.000 Tonnen Streusalz

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Foto: Genug Salz für alle. Zumindest in Niedersachsen.

Hannover - Vor einigen Jahren war der Mangel an Streusalz ein Topthema. Nun haben die Verantwortlichen vorgebaut.

Die Autobahn- und Straßenbahnmeistereien in Niedersachsen sind für alle Fälle gewappnet: 125.000 Tonnen Streusalz liegen noch in den Depots. Damit reicht der Vorrat auch bei einem erneuten Wintereinbruch. „Bislang haben wir rund 100.000 Tonnen verbraucht“, sagte Heike Haltermann, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Montag. Zum Beginn des Winters waren 150.000 Tonnen eingelagert, später wurde noch einmal nachgekauft. Auch in vielen Städten und Kommunen hat niemand Sorge, dass das Salz nicht ausreichen würde.

„Wenn die Vorräte unter 80 Prozent liegen, wird nachgekauft“, berichtete Haltermann. Diese Regelung gelte seit drei Jahren, damals war der Winter besonders hart, und das Streusalz war knapp geworden. Die Landesbehörde ist für rund 17.700 Kilometer Autobahn, Bundes- und Landstraße zuständig. 1400 Mitarbeiter der Autobahn- und Straßenmeistereien sorgen mit mehr als 600 Winterdienstfahrzeugen für möglichst eis- und schneefreie Straßen.

Im Bereich Lauenau im Kreis Schaumburg wurde in diesem Jahr eine neue Methode getestet. Statt des üblichen Gemischs aus Salzkörnern und Salzwasser wurde reine Sole auf die Straßen gesprüht. „Die Sole wirkt länger, und der Salzverbrauch ist geringer“, berichtete Haltermann. Allerdings wirke die Sole nur bis etwa minus sechs Grad. Dennoch sollen auch andere Meistereien die Technik übernehmen und mit entsprechenden Fahrzeugen zusätzlich ausgestattet werden.

Nach den strengen Wintern 2009/10 und 2010/11 hatten auch viele Kommunen ihre Lagerkapazitäten erhöht. So hatte sich der aha Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover 2010 mit 4500 Tonnen Salz eingedeckt, in diesem Jahr waren es zum Beginn des Winters 6000 Tonnen: „Davon sind noch 1200 Tonnen im Lager“, sagte ein Sprecher. In Osnabrück sind noch 1300 der 3200 Tonnen eingelagerten Salzmengen übrig. „Es war ja bislang kein sehr harter Winter“, erinnert ein Sprecher.

In Braunschweig hat sich die im Auftrag der Stadt zuständige Firma Alba auf alle Eventualitäten eingerichtet und 6000 Tonnen Salz eingelagert, hinzu kommen Streusplitt und Magnesiumchlorid. „Die eingelagerten Streustoffmengen reichen für mehrwöchig anhaltende, extrem winterliche Witterungsperioden“, versprach ein Sprecher.

dpa/mhu

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