Olympia-Bewerbung

Niedersachsen will Hamburg als Gastgeber

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Hannover - Wenn sich Hamburg um die Austragung der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 bewirbt, wird die Rolle Niedersachsens kleiner sein als zunächst gedacht. Dennoch haben die Mitglieder des Innenausschusses vom niedersächsischen Landtag bei der Vorstellung der Pläne viel Beifall gespendet.

„Spiele der kurzen Wege“ und eine Infrastruktur, die scheinbar beiläufig die Olympischen Spiele stemmt: Mit dem Konzept für Hamburgs Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024/28 konnte Hamburgs Innen- und Sportsenator Michael Neumann am Donnerstag die Mitglieder des Innenausschusses imniedersächsischen Landtag überzeugen. Viele spendeten dem auf Nachhaltigkeit angelegtenProjekt Beifall.

Auch der Vorstandsvorsitzende des Landessportbundes, Reinhard Rawe, machte deutlich, dass seine Organisation Hamburgs Bewerbung unterstützen werde. Im Plenum soll vermutlich im Januar noch entschieden werden, ob auch der niedersächsische Landtag auf Hamburgs Seite steht, wenn der Deutsche Olympische Sportbund im März entscheidet, ob die Hansestadt oder Berlin ins Rennen um den Austragungsort der Olympischen Spiele 2024 oder 2028 geht.

Das Konzept der Hamburger sieht vor, das olympische Zentrum auf der Elbinsel Kleiner Grasbrook im Hamburger Hafen zu errichten. Das Stadion soll später als norddeutsches Leichtathletik-Zentrum Verwendung finden, das olympische Dorf wird als Wohnraum auf den Markt gebracht.

Niedersachsens Beteiligung an den Spielen fällt allerdings kleiner aus, als zunächst angenommen. Neumann sagte in seinem Vortrag, man wolle Olympia vor allem zu einem Sportereignis der kurzen Wege machen. Daher spiele Niedersachsen eigentlich nur eine Rolle, wenn es um Disziplinen geht, für die Hamburg langfristig keine großen Aufwendungen machen will oder kann. Das betrifft den Schießsport und das Reiten. Außerdem könnten Partien der Fußballspiele in den Stadien in Hannover und Wolfsburg stattfinden.

Von Isabel Christian

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