Bundesweiter Schulvergleich

Niedersachsen will von Ostdeutschland lernen

+
Beim jüngsten bundesweiten Vergleich der Schulleistungen sind die Schüler aus Bremen in Mathematik auf dem letzten Platz gelandet.

Hannover - Niedersachsen liegt beim Schulvergleich in Mathematik und den Naturwissenschaften voll im Durchschnitt –dennoch sieht Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) Handlungsbedarf: „Wir sind mit dem Abschneiden der Schülerinnen und Schüler zufrieden, die Lehrkräfte haben gute Arbeit geleistet.“

Analysiert werden solle, warum die ostdeutschen Länder und Bayern besser abgeschnitten haben, um davon zu lernen. In Niedersachsen liege der Fokus darauf, Schüler nachhaltig für Mathematik und Naturwissenschaften zu begeistern. „Angesichts des Fachkräftemangels müssen wir uns hier besonders anstrengen.“

Zur Stärkung des Unterrichts werden die Lehrpläne in Mathe, Biologie, Chemie und Physik im kommenden Jahr überarbeitet. Außerdem werden in Abschlussprüfungen wieder Aufgaben ohne Taschenrechner zu lösen sein.

Bremen wieder auf dem letzten Platz

Im bundesweiten Schulvergleich belegt Bremen in dem Fach Mathematik und bei einigen Naturwissenschaften den letzten Platz. Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt will die Unterrichtsqualität verbessern.

Bremens Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) will nach dem wieder schlechten Ergebnis bei einem Schulvergleich die Qualität des Unterrichts verbessern. „Wir wollen mit allen an einem Strang ziehen, um aus dieser wiederholten Situation herauszukommen“, sagte die Senatorin am Freitag.

Bremen war im Ländervergleich der neunten Klassen in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern dreimal auf dem letzten Platz gelandet, in Physik war es der vorletzte. „Das sind enttäuschende Ergebnisse. Wir hatten gehofft, dass wir vorangekommen sind.“ Der Fokus müsse sich jetzt auf Qualität in Schule und Unterricht richten.

Kommentare