Aussichtsplattform im Harz

Niedersachsens höchstgelegener Bau ist marode

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Foto: Marode: Der Turm der Wurmbergschanze muss saniert werden, solange ist auch die Aussichtsplattform für Besucher gesperrt.

Braunlage - Niedersachsens höchstgelegenes Bauwerk ist für die Öffentlichkeit gesperrt. Der Schanzenturm auf dem 971 Meter hohen Wurmberg im Harz ist marode und hat statische Probleme. Solange der Turm nicht saniert ist, kann die Aussichtsplattform in 1001 Meter Höhe nicht wieder freigegeben werden

Die Instandsetzung wird nach Schätzungen bis zu 200 000 Euro kosten. Die Probleme seien durch einen Anbau an der Turmspitze im Jahr 2000 entstanden, sagte Braunlages Bürgermeister Stefan Grote (SPD). Damit sollte die Anlaufspur für die Wurmbergschanze verlängert werden.

"Der Anbau wurde zwar nie gebraucht", sagte der Bürgermeister. Folgen hatte der Bau trotzdem. Weil er schräg nach oben ragt, läuft von dort jetzt Regenwasser gegen den Turm - und das führte zu Rostschäden am Stahlgerüst. Besonders geschädigte Teile müssen jetzt ausgetauscht und der Rest entrostet werden. Der Anbau wird voraussichtlich abgerissen. Seit Sommer 2009 konnten Paare auf dem Wurmberg-Turm auch heiraten. Wann Hochzeiten in Niedersachsens höchstgelegenem Trauzimmer wieder möglich sind, sei unklar, sagte Grote. Denn noch sei offen, wann die Sanierungsarbeiten beginnen.

dpa

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