Schleusenanlage geschlossen

Nord-Ostsee-Kanal wegen Warnstreiks dicht

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Mit einem 24-stündigen Warnstreik protestieren die Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsämter gegen die geplante Reduzierung der Ämter.

Brunsbüttel/Kiel - Auf dem Nord-Ostsee-Kanal geht nichts mehr: Ein Warnstreik der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung hat am Donnerstag zur Schließung der Schleusenanlage in Brunsbüttel geführt.

Daher werden auch in Kiel keine Schiffe mehr in den Kanal hineingelassen, sagte Verdi-Sprecherin Eva Schleifenbaum. Lediglich Schiffe, die bereits im Kanal sind, werden ausgeschleust, bestätigte Claudia Thoma von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord.

In Rendsburg mussten Autofahrer Behinderungen in Kauf nehmen, da die Kanalfähre Nobiskrug nur unregelmäßig zwischen den Ufern pendelte. Die Schwebefähre stellte den Betrieb am Morgen laut Verdi vollständig ein.

Von der Arbeitsniederlegung betroffen waren neben den Wasser- und Schifffahrtsämtern Brunsbüttel und Kiel-Holtenau auch Tönning, Rendsburg, Lübeck, Lauenburg und Stralsund. Die Warnstreiks richten sich gegen die geplante Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung. Dadurch würden nicht nur Arbeitsplätze gefährdet und Standorte geschlossen, sondern die gesamte Infrastruktur der Wasserwege in eine unsichere rechtliche Lage gebracht, hieß es. An den Warnstreiks wollten sich nach Einschätzung der Gewerkschaft bis zu 300 Beschäftigte beteiligen. Zentrale Kundgebungen gab es am Morgen in Rendsburg und in Stralsund.

dpa

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