Niedersachsen: Zweitniedrigster Stundenlohn im Westen

Im Norden ist weniger in der Lohntüte

+
Foto: Ist das nicht ungerecht? In Niedersachsen bekommen die Arbeitnehmer den zweitniedrigsten Stundenlohn im Vergleich der westdeutschen Länder.

Hannover/Berlin - Der Norden verdient weniger: In Niedersachsen bekommen die Arbeitnehmer den zweitniedrigsten Stundenlohn im Vergleich der westdeutschen Länder. Noch schlimmer geht es nur noch den Angestellten in Schleswig-Holstein.

Der durchschnittliche Bruttostundenverdienst in Niedersachsen lag 2012 bei 18,53 Euro und damit 80 Cent niedriger als im gesamten Bundesgebiet, wie aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten "Datenreport 2013" hervorgeht. Das westdeutsche Bundesland mit dem geringsten Stundenlohn ist Schleswig-Holstein (17,99 Euro), bundesweites Schlusslicht bei der Bezahlung im produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich sind Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern mit jeweils 14,78 Euro.

Den höchsten Stundenlohn bekommen die Hamburger (21,83 Euro), Bremen liegt mit 20,05 Euro ebenso über dem Durchschnitt. Hauptgrund für die Verdienstabstände sind die Unterschiede bei der Produktivität. Der "Datenreport 2013" wird herausgegeben vom Statistischen Bundesamt, der Bundeszentrale für politische Bildung, dem Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) und dem Wirtschaftsforschungsinstitut DIW.

dpa

Kommentare