Wetterumschwung

„Obama" lässt es regnen

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Hannover - Der Hochsommer scheint endgültig vorbei. In den nächsten Tagen steht Niedersachsen regnerisches Wetter bevor. Für den Regen sorgt ein Tiefdruckgebiet, das nach einem mächtigen Politiker benannt wurde: "Obama". Der US-Präsident hatte seine Finger bei der Namenswahl allerdings nicht im Spiel.

Hinter der Patenschaft für das derzeitige Tiefdruckgebiet "Obama" stehen weder Aktivisten noch die US-Regierung. Der Kölner Unternehmer Wilke Stroman habe Ende Mai eine Wetterpatenschaft übernehmen wollen - weil nur noch die Buchstaben O, Y und X zu vergeben waren, habe er sich spontan für "Obama" entschieden, sagte Thomas Dümmel vom Meteorologischen Institut der Freien Universität Berlin (FU), das die Patenschaften vergibt. Das sei nur möglich gewesen, weil Obama in Afrika ein weit verbreiteter Vorname sei und auch in Deutschland vergeben werden könne. Das Institut habe dies bei einem Standesamt prüfen lassen.

Die FU vergibt für Hochdruck und Tiefdruckgebiete abwechselnd Männer- und Frauennamen. Paten können für 299 Euro den Namen für ein Hoch bestimmen, für die deutlich häufigeren Tiefs werden 199 Euro fällig. "Ein Meteorologe würde sich ein Tief wünschen, Hochs sind langweilig", sagt Dümmel. Ab dem 25. September werden die Namen für das kommende Jahr bestimmt.

In den nächsten Tagen steht uns laut Deutschem Wetterdienst "ein unbeständiger Witterungsabschnitt mit wiederholten Regenfällen und Gewittern" bevor. Die Temperaturen halten sich im Spätsommer aber noch knapp unter der 20-Grad-Marke. Das Tief "Obama" habe sich seit Sonntag zu einem eigenständigen Tief gemausert, berichtete Diplom-Meteorologin Dorothea Paetzold am Montag in Offenbach. Zu Beginn der neuen Woche sei es mit seinem Zentrum gen Nordsee gezogen, die Kaltfront des Tiefs habe die östlichen Bundesländer erreicht.

dpa

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