Massenansturm befürchtet

Ortschaft wegen Facebook-Party gesperrt

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Du kommst hier nicht rein: Der kleine Ort Saaße im Wendland ist wegen einer angekündigten Facebook-Party gesperrt.

Lüchow/Lüneburg - Wegen einer per Facebook verschickten Party-Einladung hat sich der Ort Saaße im Wendland fürs Wochenende von der Außenwelt abgeschottet. Die zuständige Gemeindeverwaltung wollte so einem Massenansturm vorbeugen. Mehr als 1000 Menschen hatten sich für die Feier angekündigt, doch nur 100 kamen in das 123-Seelen-Dorf.

Mehr als 1000 Menschen hatten sich angekündigt, nur 100 kamen tatsächlich: Der erwartete Massenansturm auf eine versehentlich als öffentlich angekündigte Privatparty im Wendland ist am Wochenende ausgeblieben. „Da war kaum war los bei der Facebook-Party“, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg am Sonntagmorgen.

Eine Jugendliche aus dem kleinen Dorf Saaße hatte über das soziale Netzwerk Facebook für Samstagabend ein paar Freunde zu einem Grillfest eingeladen. Weil sie aber ein Häkchen versehentlich falsch setzte, wurde die Einladung öffentlich, mehr als 1000 Menschen wollten nach Angaben einer Sprecherin des Kreises Lüchow nach Saaße kommen.

Die Kommune ordnete darauf hin an, den Ort zu sperren. Alle Zufahrtsstraßen wurden am Samstagabend von der Polizei abgesperrt, sämtliche Autofahrer kontrolliert - und durchgelassen wurden nur Bewohner der Ortschaft und Menschen, die auf der echten Einladungsliste der Gastgeberin standen. „Rund 100 Personen mussten die Kollegen abweisen“, sagte ein Polizeisprecher in Lüneburg.

Bei vergleichbaren Fällen hatte es in den vergangenen Monaten nicht nur in Niedersachsen mehrfach erheblichen Ärger mit betrunkenen und randalierenden Jugendlichen gegeben.

dpa

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