Wahrzeichen verloren

Pfahlbau in St. Peter-Ording abgebrannt

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Foto: Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchten vergeblich einen brennenden Pfahlbau am Strand von St. Peter-Ording zu löschen.

Husum - St. Peter-Ording hat eines seiner Wahrzeichen verloren: Ein großer Pfahlbau ist am Freitagmorgen am Strand niedergebrannt. Die Freiwilligen Feuerwehren der Umgebung konnten das auf Stelzen stehende Gebäude nicht mehr retten.

Sie mussten es kontrolliert abbrennen lassen. Die Polizei Husum schätzte den Schaden auf mehrere 100.000 Euro. Menschen wurden nicht verletzt. Zur Brandursache gab es zunächst keine Erkenntnisse. In dem Gebäude war eine Surfschule untergebracht.

Fischer auf einem Krabbenkutter hatten den Feuerschein von See aus entdeckt. Beim Eintreffen der Feuerwehren brannte das Gebäude bereits lichterloh. Das Löschwasser musste von Hydranten am Ortsrand Kilometer weit über Schläuche zu dem im Watt stehenden Pfahlbau herangeholt werden. Aufgrund der Brandintensität habe keine Möglichkeit bestanden, das Feuer zu löschen. Es konnten lediglich ein Container mit Material sowie mehrere Surfbretter vor den Flammen gerettet werden.

Obwohl der Pfahlbau auf dem Gebiet des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer stand, ist ein Wiederaufbau des Gebäudes möglich. Es müsse ein neuer Bauantrag gestellt werden, sagte Dirk Hansen von der Amtsverwaltung Eiderstedt. Durch Feuer beschädigte legal errichtete Gebäude hätten Bestandsschutz.

St. Peter-Ordings Pfahlbauten sind an der deutschen Küste einmalig. Auf dem bis zu zwei Kilometer breiten und zwölf Kilometer langen Strand stehen insgesamt 15 dieser maritimen Bauten. Im vergangenen Jahr wurde das 100-jähriges Jubiläum der stabilen hölzernen Konstruktionen gefeiert.

dpa/sag

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