„Wortbruch und Willkür“

Philologen fordern Rücknahme der Arbeitszeiterhöhung

+
Die Philologen fordern die Rücknahme der Arbeitszeiterhöhung.

Goslar - Mit einer kämpferischen Rede des Landesvorsitzenden Horst Audritz hat am Mittwochvormittag der diesjährige Philologentag in Goslar begonnen. Für die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung für Gymnasiallehrer von 23,5 auf 24,5 Stunden in der Woche fehle jede sachliche Grundlage, sagte Audritz.

Die geplante Entscheidung sei willkürlich und wortbrüchig, weil die Lehrer so um den Ausgleich ihrer Überstunden gebracht würden, die sie über die vergangenen zehn Jahre angesammelt hätten. Eine Stunde mehr Unterricht bedeute etwa zwei Stunden mehr Arbeit, für ältere Pädagogen ab 55, die doch nicht wie versprochen eine Stunde weniger unterrichten dürfen, seien es sogar vier Stunden zusätzlich.

Audritz sprach von einer explosiven Stimmung in den Kollegien, von einem Aufstand von unten, der auch zunehmend von Eltern und Schülern unterstützt werde. Er forderte die sofortige Rücknahme der Arbeitszeiterhöhung. Zudem müsste an den Gymnasien das verlängerte Abitur nach 13 Jahren wieder eingeführt werden. Die Rede wurde von stehenden Ovationen und langanhaltendem Beifall begleitet.

2271814

Kommentare