Fahrlässige Tötung

Pizzafahrer überfährt Kind und erhält Geldstrafe

Halle - Weil er mit einem Auto einen Jungen auf einem Zebrastreifen tödlich verletzt hat, ist ein 26-Jähriger in Halle zu einer Geldstrafe verurteilt worden.

Das Amtsgericht Halle sprach den Mann am Mittwoch der fahrlässigen Tötung schuldig – 4500 Euro soll er nun zahlen. Wie ein Gerichtssprecher mitteilte, wurden 150 Tagessätze zu je 30 Euro festgelegt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann als Pizzafahrer im November 2009 mit dem Auto zu schnell an den markierten Fußgängerüberweg herangefahren war und deshalb den Siebenjährigen erfasst hat.

Der Junge wollte mit einem Roller über die Straße. Er starb an schweren Kopfverletzungen.

Laut Gutachter hatte der Autofahrer auf der Straße in Halle-Neustadt die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde überschritten. Das Kind war laut den Berechnungen des Experten bei einer Geschwindigkeit zwischen 64 und 61 Stundenkilometern von dem Auto erfasst und auf die Straße geschleudert worden. Das Gericht folgte mit dem Urteil in etwa den Forderungen der Staatsanwaltschaft und der Nebenklage, welche die Mutter des Jungen vertrat. Diese hatten jeweils 160 Tagessätze zu 30 Euro gefordert, wie der Gerichtssprecher sagte.

Die Verteidigung des Mannes habe einen Tagessatz von 20 Euro gefordert, in ihrem Plädoyer aber keine Anzahl von Tagen genannt. Das Urteil sei noch nicht rechtskräftig.

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dpa

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