Anzeige wegen antisemitischem Schreiben

Politiker erhalten Hetzschrift

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Foto: Auch sie erhielt das antisemitische Schreiben: Die Integrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf (SPD).

Hannover - Mehrere niedersächsische Politiker, darunter Doris Schröder-Köpf (SPD) und Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU), haben von einem Unbekannten eine antisemitische Hetzschrift erhalten. Der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Höntsch hat darauf Anzeige gegen unbekannt erstattet.

Wegen einer antisemitischen Hetzschrift hat der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Höntsch Anzeige gegen unbekannt erstattet. Er habe einen Brief erhalten, der „in abscheulicher Weise“ Menschen jüdischen Glaubens diffamiere und am Ende mit Mord bedrohe. Höntsch ist Sprecher seiner Fraktion für Fragen des Rechtsextremismus.

Der Brief wurde per E-Mail auch an weitere Politiker in Bund und Land versandt, unter anderem an Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) und an die Integrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf (SPD). Als Autor unterzeichnet ein „Bernhard W. Tkocz“. Die Vorsitzende des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden, Katarina Seidler, erhielt das Schreiben ebenfalls, reagierte aber gelassen. „Solche Briefe kriege ich andauernd.“ Sie habe das Schreiben an den Verfassungsschutz weitergeleitet.

r.

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