DIenstwagenaffäre

Polizei durchsucht Landesschulbehörde

Lüneburg - Wegen einer angeblichen Dienstwagenaffäre ist die Landesschulbehörde in Lüneburg durchsucht worden. Wie am Freitag bekannt wurde, beschlagnahmten Polizeibeamte am Mittwoch am Sitz der Behörde Unterlagen und Computer.

Die Vorwürfe richteten sich gegen den Leiter der Dienststelle. "Es geht um mutmaßlich unbefugte private Nutzung eines Dienstwagens", sagte sie auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Wir bestreiten die Vorwürfe entschieden", sagte Bertram Börner, der Verteidiger des beschuldigten Behördenleiters. "Ich habe Akteneinsicht beantragt und werde so schnell wie möglich detailliert Stellung nehmen", erklärte er der dpa in Hannover. Nach einem Bericht der Lüneburger "Landeszeitung" vom Freitag soll eine Limousine über Gebühr genutzt worden sein.

Wegen der angeblichen Dienstwagenaffäre bei der Landesschulbehörde hat Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) ein Disziplinarverfahren gegen den Präsidenten der Behörde in Lüneburg angekündigt. Das Ministerium sei bereits am 27. Januar informiert worden, dass "aufgrund eines vagen Anfangsverdachts" ermittelt werde, sagte die Ministerin in Hannover. Es bestehe der Verdacht, den Dienstwagen der Behörde vorschriftswidrig zu privaten Zwecken benutzt zu haben. Es gelte aber die Unschuldsvermutung, betonte Heiligenstadt.

dpa/mic/afp

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