Ermittlungen

Polizei findet vermissten Achtjährigen

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Foto: Drei Tage und drei Nächte lang war der achtjährige Kevin Grebe aus Celle verschollen.

Celle - Ermittler entdeckten den vermissten achtjährigen Kevin aus Celle Jungen nach drei Tagen in einer Wohnung eines Bekannten des Vaters. Noch ist unklar, wie und warum das Kind dort gelandet ist. Die Polizei ermittelt auch im Umfeld der getrennt lebenden Eltern.

Drei Tage und drei Nächte lang war der achtjährige Kevin Grebe aus Celle verschollen. Seit Sonntag wurde er vermisst, gestern am Vormittag tauchte das Kind in einer Wohnung im Stadtgebiet von Celle wieder auf. Ein Ermittlerteam der Polizei fand ihn dort. „Ihm geht es gut“, sagte ein Polizeisprecher gestern. Kevin hatte Weihnachten und Silvester bei seinem Vater verbracht. Zuletzt war er am Sonntagnachmittag in der Laube seines Vaters in einer Kleingartenkolonie gesehen worden. Die Eltern des Kindes leben getrennt. Als die Mutter am Montag nichts von Kevin gehört hatte, meldete sie ihren Jungen bei der Polizei als vermisst.

Weil es zunächst keine Anhaltspunkte gab, wo der Achtjährige abgeblieben war, leitete die Polizei eine Suchaktion ein. Die Beamten durchkämmten auch die Kleingartenkolonie, allerdings ohne Erfolg. Gleichzeitig wurde die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Gestern nun die positive Nachricht: Die Wohnung, in der Kevin gefunden wurde, gehört einem Mann, der dem Umfeld beziehungsweise dem Bekanntenkreis des Vaters zuzurechnen ist. Wie lange und warum sich das Kind dort aufgehalten hat, dazu will die Polizei nichts sagen. Nur soviel: „Die Ermittlungen beziehen sich auch auf das nähere Umfeld der Familie und des Bekanntenkreises“, sagte ein Sprecher.

Es sei nicht auszuschließen, dass eine Straftat begangen wurde, das würden die laufenden Ermittlungen nun zeigen. Geklärt ist auch nicht, ob ein Sorgerechtsstreit der getrennt lebenden Eltern Auslöser für das Verschwinden war. Die Polizei hält sich mit näheren Informationen bedeckt, deutet nur an, dass der Junge aus einem eher schwierigen sozialen Milieu kommt. Nach seiner Befragung durch die Polizei durfte Kevin wieder zurück zu seiner Mutter. Die Beamten hatten sich darauf mit dem örtlichen Jugendamt verständigt.

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