Schrecklicher Fund im Sauerland

Polizei findet zwei Babyleichen

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Foto: Das Ortsschild von Eslohe.

Eslohe/Arnsberg - Zwei Babyleichen im Keller, in Taschen und Plastiktüten verpackt. Die Polizei machte den grausigen Fund im sauerländischen Eslohe, nachdem Ärzte Verdacht geschöpft hatten. Die Mutter wollte sich nach einem angeblichen Sturz behandeln lassen.

Die Leichen zweier Babys, eines vor wenigen Tagen geboren, das andere vor einem Jahr, hat die Polizei in einem Einfamilienhauses im sauerländischen Eslohe entdeckt. Die Mutter hatte die Geburten nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft verbergen wollen. Beide Kinder seien tot zur Welt gekommen, sagte die 28 Jahre alte Frau, die wegen der Folgen der jüngsten Geburt in einem Krankenhaus behandelt wird. Hinweise auf Tötungsdelikte ergab die Obduktion zunächst tatsächlich nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber wegen des Verdachts auf Totschlag.

Der 43 Jahre alte Vater sagte den Ermittlern, er habe von den Schwangerschaften nichts bemerkt. Er hatte seine Frau in der vergangenen Woche zum Arzt gebracht, weil sie über Bauchschmerzen klagte. Der Arzt überwies sie ins Krankenhaus, wo Experten schnell erkannten, dass die Geschichte über einen angeblichen Sturz im Keller nicht stimmen konnte. Die Ärzte informierten die Polizei darüber, dass die Frau wahrscheinlich kurz zuvor entbunden hatte. Die Ermittler durchsuchten daraufhin das Haus und fanden am Donnerstag im Keller in einer Tasche die Leiche eines kurz zuvor geborenen Babys.

Die "Westfalenpost" berichtete am Dienstag zuerst über den Fall. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sagte der Ehemann aus, seine Frau habe unbedingt aus dem Krankenhaus nach Hause gewollt und sich auf so verdächtige Weise nach der Polizeiaktion erkundigt, dass er sich noch einmal auf die Suche gemacht habe.

Er fand eine zweite verdächtige Tasche und rief am Montag erneut die Polizei. In der zweiten Tasche befand sich die Leiche eines Babys, das vor etwa einem Jahr zur Welt gekommen war. Die Obduktion brachte keine Hinweise darauf, dass das in der vorigen Woche geborene Kind gewaltsam getötet wurde. Über die Todesursache des vor einem Jahr zur Welt gekommenen Babys konnten die Experten zunächst keine Aussage machen. Da in beiden Fällen ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden kann, gehen die Ermittlungen weiter. Ein Haftbefehl gegen die Mutter wurde aber zunächst nicht beantragt. Nach Aussage der Nachbarn hat das Ehepaar keine Kinder.

dpa

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