Elias seit einer Woche verschwunden

Polizei prüft doch Verbindungen zum Fall Inga

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Foto: Zwei vermisste Kinder - zwei Fälle mit Parallelen? Von Elias fehlt seit einer Woche jede Spur, von Inga seit Anfang Mai.

Potsdam - Bisher hatten die Ermittler immer ausgeschlossen, dass der Fall des vermissten Elias etwas mit dem Verschwinden der fünfjährigen Inga aus Sachsen-Anhalt zutun haben könnte. Das Mädchen wird seit Mai vermisst. Nun prüft die Polizei aber doch Verbindungen.

Seit einer Woche ist Elias nun schon verschwunden, und die Suche der Polizei im Potsdamer Plattenbauviertel Schlaatz ist ohne Erfolg. Bis zu 170 Polizeibeamte wollen nun erneut das Auengebiet des nahe gelegenen Flüsschens Nuthe und weitere Flächen im Stadtviertel durchkämmen.

Gleichzeitig folgen die Ermittler nun noch einer anderen Spur: Die Sonderkommission "Schlaatz" prüft nun auch mögliche Übereinstimmungen mit dem Fall der fünfjährigen Inga aus Sachsen-Anhalt, die seit AnfangMai vermisst wird. Das Mädchen aus Stendal hat wie Elias blonde Haare und war vermutlich bei Sammeln von Feuerholz in einem Waldstück plötzlich verschwunden. Am vergangenen Mittwoch hatten besonders geschulte Personensuchhunde durch drei Bundesländer nach Inga gesucht - ohne Erfolg.

Nach dem Verschwinden von Elias hatte sich Polizei zunächst bei ihrer Suche auf die Möglichkeit eines Unglücks konzentriert, nämlich dass der Junge in die Nuthe oder in einen Heizungsschacht gestürzt sein könnte. Aber auch ein Verbrechen wird von den Ermittlern mittlerweile ausdrücklich nicht ausgeschlossen.

Für wenig wahrscheinlich hält es Einsatzleiter Sven Mutschischk, dass der Junge ausgerissen ist. Zahlreiche Bewohner des Viertels hatten die Suchaktion der Polizei tatkräftig unterstützt. Nach Kritik in Medien, dass dies die Ermittler behindern könnte, wurde die Aktion der Freiwilligen am Dienstag unterbrochen. Die Initiative will aber weiterhin einen Anlaufpunkt am Bürgerhaus Schlaatz aufrechterhalten.

Elias war am Mittwoch vergangener Woche nachmittags zum Spielen gegangen und dann nicht mehr aufgetaucht. Mehr als 300 Hinweise aus der Bevölkerung brachten keine konkrete Spur.

dpa

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