Ermittlungen gegen Salafisten

Polizei übersieht Sprengstoff bei Wohnungsdurchsuchung

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Bei der Durchsuchung der Wohnung in Bonn haben die Ermittler Sprengstoff in einem Kühlschrank übersehen.

Düsseldorf - Krasse Panne bei der Polizei in NRW: Bei der Durchsuchung der Wohnung eines verdächtigen Salafisten vor wenigen Wochen haben die Ermittler offenbar Sprengstoff in einem Kühlschrank übersehen. Das räumten die Beamten am Dienstag ein.

Bei den Ermittlungen gegen Salafisten hat das NRW-Innenministerium eine Polizeipanne eingeräumt. Als Beamte die Wohnung eines der Verdächtigen in Bonn durchsuchten, hätten sie Sprengstoff im Kühlschrank übersehen, heißt es in einem Bericht der Landesregierung an den Landtags-Innenausschuss.

Dies sei dadurch begünstigt worden, dass Sprengstoff-Spürhunde nicht eingesetzt werden konnten, weil die Wohnungstür aufgesprengt werden musste. Vier Salafisten waren vor vier Wochen unter dem Verdacht festgenommen worden, Anschläge auf Rechtsextremisten zu planen.

Auf den Sprengstoff waren die Ermittler aufmerksam geworden, als sich der Verdächtige im Gefängnis einer Sozialarbeiterin anvertraut hatte. Diese soll er gebeten haben, seine Freundin vor dem gefährlichen Gemisch im Kühlschrank zu warnen. Der „Spiegel“ hatte zuerst davon berichtet.

dpa/sag

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