Nach Hells Angels

Polizei verbietet alle Rockerkutten

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Hannover - Ab sofort ist das Tragen der Abzeichen so gut wie aller Rockerklubs in Niedersachsen verboten. Das ergibt sich aus einem Erlass von Landespolizeipräsident Uwe Binias, der der HAZ vorliegt.

Laut dem Erlass wird das bereits seit Juli bestehende Verbot des Tragens von Abzeichen des Rockerklubs Hells Angels auf so gut wie alle weiteren Vereinigungen ausgeweitet. Die mit dem Justizministerium abgestimmte Anordnung trägt das Datum 1. September.

Damit macht sich ab sofort strafbar, wer als Rocker weiterhin eines der Embleme auf seiner Kutte öffentlich zeigt. Betroffen von dem Verbot sind unter anderem die Bandidos, die Mongols und der Gremium MC. Auch die sogenannten Unterstützerklubs sind von der Entscheidung erfasst, also etwa die Red Devils, die als sogenannte Supporters der Hells Angels auftreten.

Laut einem Bericht des NDR hat der nur wenige Tage alte Erlass in Braunschweig bereits Wirkung gezeigt. Dort haben die Red Devils bereits alle Kennzeichen von ihrem Klubhaus abmontiert  – ansonsten würden sie sich strafbar machen. Wie der NDR weiter berichtet, sind nicht nur die Abzeichen selbst verboten, sondern auch bestimmte Szenecodes, die nur Eingeweihten verständlich sind. In einem Anhang zum Erlass, der auch die Liste der verbotenen Embleme enthält, sind etwa bestimmte Kombinationen wie die Zahl 81 aufgeführt. Die acht steht für das H, den achten Buchstaben im Alphabet, und die eins für das A – die Anfangsbuchstaben der Hells Angels. Mit der Ausweitung folgt Niedersachsen dem Beispiel Nordrhein-Westfalens. Dort sind bereits seit August neben Hells Angels und Bandidos sechs weitere Rockergruppen verboten.

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