Fall Drage

Polizei will Vermisste weiter suchen

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Drage - Auch wenn die Suche nach der vermissten Familie bislang keinen Erfolg hatte: Die Polizei will die Akten im Fall Drage noch nicht schließen. Das weitere Vorgehen müsse aber noch geklärt werden, sagte der stellvertretende Soko-Leiter Jens Keul am Freitag.

Am Donnerstagabend war die Suche nach der 43 Jahre alten Frau und ihrer zwölfjährigen Tochter in einem See bei Buchholz 27 Kilometer entfernt von Drage eingestellt worden. Seit Montagnachmittag war dort nach den Vermissten gesucht worden – am Ende ohne Ergebnis.

Die Ermittler hatten große Hoffnungen auf die Suche in dem See gesetzt, sagte Keul. „Enttäuschung macht sich schon breit.“ Mit der Hilfe von Fährtenhunden hatten die Ermittler herausgefunden, dass die Familie über einen Waldweg gemeinsam zu dem kleinen See im Buchholzer Ortsteil Holm-Seppensen gegangen war. Aber nur der 41 Jahre alte Vater kehrte demnach auch wieder vom See zurück.

Der Mann war am 31. Juli tot in der Elbe bei Lauenburg gefunden worden. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es bei ihm nicht. Die Ermittler vermuten daher, dass hinter dem Vermisstenfall ein Familiendrama steckt. Ein erweiterter Suizid wird angenommen. Aber einen Beweis dafür gibt es noch nicht.

von Elmar Stephan

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