Dienstaufsichtsbeschwerde abgelehnt

Polizeichef lässt „Knöllchen-Horst“ abblitzen

+
Foto: Die Polizei Osterode hat laut ihrem Chef Wichtigeres zu tun, als nach „Knöllchen-Horst“s Pfeife zu tanzen.

- Ein als "Knöllchen-Horst" bekannter Frührentner aus dem Harz ist mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Polizei abgeblitzt. Der 61-Jährige hatte sich darüber beschwert, dass ein Beamter nicht nach seiner Pfeife tanzen wollte.

„Knöllchen-Horst“hatte in Osterode einen vermeintlichen Falschparker ohne Nummernschild angezeigt und bei der Polizei vergeblich auf unverzügliches Einschreiten gedrungen. Erstens seien die Beamten mit anderen Einsätzen beschäftigt gewesen, sagte Osterodes Polizeichef Hans-Werner Ingold. Und zweitens habe es sich um das Fahrzeug eines Autohändlers gehandelt, der Autos auch ohne Kennzeichen vorübergehend in der Nähe seiner Firma abstellen darf. Er habe deshalb die Dienstaufsichtsbeschwerde zurückgewiesen, sagte Ingold.

„Knöllchen-Horst“, der das Verfolgen von Falschparkern zu einem Lebensinhalt gemacht und schon mehr als 40.000 Anzeigen geschrieben hat, war kürzlich auch beim Bundesverfassungsgericht abgeblitzt. Die Karlsruher Richter nahmen eine Verfassungsbeschwerde erst gar nicht an und brummten ihm eine Missbrauchsgebühr von 1000 Euro auf. Der Frührentner hatte sich gegen die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens gewandt.

dpa

Kommentare