Nach Amokdrohung

Polizeischutz für Schüler

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Foto: Ein bewaffneter Polizist steht vor der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule in Barsbüttel (Schleswig-Holstein). Wegen eines angedrohten Amoklaufs fällt an drei Schulen in Schleswig-Holstein am Mittwoch der Unterricht aus.

Glinde/Barsbüttel - Ein Unbekannter droht drei Schulen östlich von Hamburg per E-Mail einen Amoklauf an. Die Behörden nehmen die Drohung offenbar ernst. Nach einem Tag Unterrichtsausfall kontrollieren Polizisten die Eingänge der Schulen.

Nach einer Amokdrohung lernen die Schüler an drei Schulen östlich von Hamburg unter Polizeischutz. Die Polizei werde am Donnerstag weiter vor Ort sein und die Eingänge kontrollieren, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. In einer E-Mail war am Dienstag dem Schulzentrum Glinde mit dem Gymnasium Glinde und der Sönke-Nissen-Gemeinschaftsschule sowie der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Barsbüttel ein Amoklauf angedroht worden.

An den Schulen fiel daraufhin am Mittwoch der Unterricht aus. Der Verfasser der E-Mail sei weiterhin unbekannt, hieß es. „Wir nehmen das Schreiben ernst. Der Schutz der Schüler und Lehrer ist das erste Gebot“, sagte Innenminister Stefan Studt (SPD) am Mittwoch.

Das an die Schulen gerichtete Schreiben sei am späten Dienstagnachmittag aufgetaucht. Die polizeilichen Ermittlungen liefen. Die Ermittler versuchten nun herauszubekommen, wer die E-Mail verschickt hat und ob die Drohung ernst zu nehmen ist, sagte der Polizeisprecher.

Die Polizei bat Schüler, die über WhatsApp oder Facebook wichtige Hinweise zu der Amokdrohung bekommen sollten, sich zu melden. Am Mittwoch standen Polizisten vor den Schulen, zum Teil mit Maschinenpistole bewaffnet.

dpa

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