In Niedersachsen

50 Prozent mehr Falschgeldfälle

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Geldfälscher machen der Polizei in Niedersachsen zunehmend Probleme. Die Zahl der Delikte hat sich 2014 deutlich erhöht.

Hannover - Die Ermittler sind besorgt: Jahrelang sank die Zahl der Falschgeldfälle in Niedersachsen. Jetzt geht der Trend in die andere Richtung - und zwar sehr deutlich.

Geldfälscher machen der Polizei in Niedersachsen zunehmend Probleme. Die Zahl der Delikte hat sich 2014 deutlich erhöht. Die Steigerungsrate liege nach ersten Analysen bei mehr als 50 Prozent, teilte das Landeskriminalamtes (LKA) der Deutschen Presse-Agentur in Hannover mit. Eine konkrete Zahl der Fälle, in denen ein oder mehrere gefälschte Geldscheine entdeckt wurden, nannten die Ermittler nicht. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei in Niedersachsen in rund 3000 Fällen falsche Geldscheine sichergestellt.

Nach Jahren rückläufiger Fallzahlen sei jetzt eine Trendumkehr zu beobachten, sagte LKA-Sprecher Frank Federau. In Niedersachsen seien 2014 zunehmend falsche 20- und 50-Euro-Scheine verbreitet worden. Sie machten rund 75 Prozent des Euro-Falschgeldaufkommens aus. Die Blüten stammten in aller Regel aus Süd- oder Osteuropa, sagte Federau. Gefälschte Münzen spielten dagegen kaum noch eine Rolle.

Die Blüten kamen häufig nach Internetgeschäften in Umlauf. Vielfach werde bei privaten Verkäufen mit gefälschten Geldscheinen bezahlt, sagte LKA-Sprecher Federau. Die Masche habe sich zu einem flächendeckenden Problem entwickelt.

Anfang November war der Polizei ein Schlag gegen Geldfälscher gelungen. Drei Männer aus dem Raum Hannover und ein Komplize wurden im Saarland festgenommen. Bei ihnen wurde Falschgeld mit einem Nennwert von 100 000 Euro sichergestellt. Bei den Blüten handelte es sich um falsche Zwanziger und Fünfziger in guter Qualität.

dpa

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