Vorwurf der Vergewaltigung

Prozess gegen Schulbusfahrer beginnt

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Foto: Vor dem Landgericht in Braunschweig muss sich von Dienstag an ein Schulbusfahrer verantworten, dem vorgeworfen wird, ein Kind vergewaltigt zu haben.

Braunschweig - Wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs einer Elfjährigen in insgesamt fünf Fällen steht ein Schulbusfahrer vor dem Braunschweiger Landgericht. Der 53-Jährige soll sich in einem Waldtück bei Clausthal an dem hilflosen, geistig behinderten Mädchen vergangen haben.

Weil er eine geistig behinderte Elfjährige wiederholt vergewaltigt und schwer sexuell missbraucht haben soll, muss sich ein 53-jähriger Schulbusfahrer aus dem Kreis Goslar seit gestern vor dem Braunschweiger Landgericht verantworten. Zum Prozessauftakt verlas der Richter einen Brief, den der Angeklagte an die Staatsanwältin geschrieben hatte. Darin räumte der vierfache Familienvater ein, eine große Sünde begangen zu haben. Er sprach von einem „dummen Fehler“. Auf die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft ging er laut eines Justizsprechers jedoch nicht näher ein. Der Mann ließ gestern verkünden, dass er sich beim nächsten Verhandlungstag am 27. August persönlich äußern werde.

Der Kleinbusunternehmer soll sich zwischen November 2011 und Februar 2012 in einem Waldstück bei Clausthal insgesamt fünfmal an der Förderschülerin vergangen haben. Ihm wird vorgeworfen, die Fahrten so gelegt zu haben, dass er am Ende mit dem Kind allein im Bus saß. Dabei habe er die hilflose Lage der Elfjährigen ausnutzt. Das Mädchen hatte sich seiner Pflegemutter anvertraut, die dann die Polizei einschaltete. Seit März sitzt der Busfahrer wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft.

Für die Schülerbeförderung ist der Landkreis Goslar verantwortlich. Dessen Sprecher erklärte gestern, dass Fahrer, die einzelne Schüler in einem Kleinbus zu Schulen transportieren, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen müssen.

Das Urteil gegen den Schulbusfahrer soll voraussichtlich am 21. September fallen, geplant sind vier Verhandlungstage.

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