Befangenheitsantrag gegen Richter

Prozess um Großfamilienstreit in Lüneburg vertagt

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Der Prozess am Landgericht Lüneburg begann unter umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen.

Lüneburg - Der Prozess um den blutigen Streit zwischen zwei Großfamilien vor dem Klinikum Lüneburg ist wegen eines Befangenheitsantrages gegen den Vorsitzenden Richter vertagt worden. Sollte der Antrag abgelehnt werden, dürfte am Freitag die Anklage verlesen werden. Sonst muss die Planung von vorn beginnen.

Der Vorsitzende hatte den Wunsch eines Angeklagten auf einen zusätzlichen Pflichtverteidiger abgelehnt. In dem Mammutprozess müssen sich seit Dienstag sieben Männer auch wegen versuchten Mordes verantworten. Die Anklagebehörde hatte von „Blutrache“ gesprochen. Nach einer Massenschlägerei zwischen den Familien war es im September vor dem Krankenhaus zu einem brutalen Angriff gekommen. Acht Mitglieder der überfallenen Familie wurden verletzt, drei Männer angeschossen.

Mit einer Massenschlägerei in einem Fitnessstudio soll der Streit zwischen den beiden Familien libanesisch-kurdischer und türkisch-kurdischer Herkunft am 5. September begonnen haben, zwei Verletzte mussten ins Krankenhaus. Dort kam es dann einen Tag später zu dem Angriff mit Baseballschlägern und Schusswaffen. Acht Mitglieder der überfallenen Familie wurden dabei teils schwer verletzt, drei Männer wurden von Schüssen getroffen.

dpa

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