Trotz Absage von Berlin-Demo

Prügeleien zwischen Linken und Hooligans

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Polizisten nehmen mehrere Demonstranten fest.

Berlin - Am Berliner Alexanderplatz ist es am Sonntag zu einer Konfrontation zwischen Rechten und Gegendemonstranten gekommen – trotz der Absage einer Hooligan-Demonstration.

Nach Polizeiangaben wollten Militante beider Seiten am Sonntag aufeinander losgehen, die Ordnungshüter mussten eingreifen. Behördenangaben zufolge waren rund 30 Personen aus der rechten Szene und etwa 200 überwiegend linke Gegendemonstranten zum Alexanderplatz gekommen. Eine Hooligan-Demonstration, die sich wie auch vor einigen Wochen in Köln gegen Salafisten richten sollte, war zuvor von dem Anmelder selbst abgesagt worden.

Zum Teil seien Polizisten attackiert worden, es sei auch eine Flasche geflogen. Die Lage habe sich nach kurzer Zeit wieder beruhigt. Die Polizei nahm die Personalien mehrerer Beteiligter auf, unter anderem wegen Widerstands. Vor dem Reichstagsgebäude versammelten sich nach Polizeiangaben etwa 250 Teilnehmer aus der rechten Szene zu einer "Mahnwache". Auch rund 100 Gegendemonstranten fanden sich hier ein. Es blieb friedlich.

dpa

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