Bluttat in Aurora

Psychiaterin warnte vor Kino-Amokläufer

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Die Hinweise auf Warnungen vor dem Kino-Attentat verdichten sich.

Aurora - Es gibt immer mehr Anzeichen, dass das Kino-Massaker im US-Staat Colorado hätte verhindert werden können. Der mutmaßliche Todesschütze soll bei seiner Psychiaterin alle Warnglocken ausgelöst haben. Doch die Polizei hat von den Sorgen nie etwas erfahren.

Die Psychiaterin des mutmaßlichen Kino-Amokläufers von Aurora hat nach US-Medienberichten lange vor der Tragödie Alarm geschlagen. Der Geisteszustand des 24-Jährigen sei so auffällig gewesen, dass sie ein spezielles Sicherheits-Team der Universität im US-Staat Colorado auf ihn aufmerksam gemacht habe, berichtete die „Denver Post“ am Donnerstag.

Die Ärztin habe ihre Warnungen sechs Wochen vor der Ermordung von zwölf Menschen während einer Premiere des neuen Batman-Films „The Dark Knight Rises“ ausgesprochen. Sie seien jedoch nie weiterverfolgt worden, weil James Holmes die Universität kurz darauf freiwillig verlassen habe.

Laut dem lokalen Fernsehsender KMGH-TV war er Anfang Juni bei einer mündlichen Prüfung durchgefallen, Stunden später soll er sich eine der Waffen für seinen Kino-Angriff gekauft haben. Drei Tage nach dem Kauf habe er das Studium abgebrochen. Auch die Polizei sei nicht eingeschaltet worden.

Die Universitätsleitung nahm zu den Berichten keine Stellung, wie die Zeitung schrieb, da Aussagen gegenüber Medien zu dem Fall gerichtlich verboten seien. Bereits in der vergangenen Woche hatte sie in einem Interview erklärt, bezüglich James Holmes keine Schuld bei sich zu sehen.

Holmes sitzt wegen des Mordes an zwölf Menschen und Mordversuchs in mehr als 100 Fällen in Haft. Er soll das Kino schwer bewaffnet gestürmt um wahllos um sich geschossen haben. 58 Menschen wurden verletzt, rund zum befanden sich laut der „Denver Post“ zum Wochenende noch im Krankenhaus. Mit einer Eröffnung des Prozesses wird nicht vor November gerechnet. Im Zentrum des Verfahrens dürfte die Frage stehen, ob Holmes zurechnungsfähig ist.

dpa

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