Havarierter Frachter

"Purple Beach" auf dem Weg nach Wilhelmshaven

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Foto: Von dem Schiff soll nun keine Gefahr mehr ausgehen.

Cuxhaven - Nach mehreren Tagen Löscheinsatz auf See wird der in Not geratene Frachter „Purple Beach“ jetzt in einen sicheren Hafen geschleppt. Von dem Schiff geht keine Gefahr mehr aus.

Der vor einer Woche havarierte Düngemittel-Frachter „Purple Beach“ hat am Montagnachmittag seinen Notliegeplatz in Wilhelmshaven fast erreicht. Experten hatten zuvor tagelang mit Seewasser die starke Hitze- und Rauchentwicklung im Laderaum des Schiffes bekämpft.

Zwei Schlepper und zwei Mehrzweckschiffe begleiteten die „Purple Beach“ mit vier Bergungsexperten an Bord auf der Fahrt von ihrem Ankerplatz etwa 30 Kilometer westlich von Helgoland. Der Verband bewegte sich mit geringer Geschwindigkeit auf die Einfahrt der Jade zu. Die Ankunftszeit in Wilhelmshaven sei von den Wetterbedingungen abhängig, teilte ein Sprecher des Havariekommandos am Montag mit. Das Havariekommando in Cuxhaven koordiniert den Einsatz nach der Havarie des 192 Meter langen Schiffes.

Die Besatzung des unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrenden Schiffs hatte am vergangenen Montag Hitze- und Rauchentwicklung in einem Laderaum bemerkt. Mit mehreren Tausend Tonnen Seewasser gelang es, die chemische Reaktion oder den Brand zu stoppen. Was genau in dem mit rund 6000 Tonnen Düngemittel gefüllten Laderaum passiert war, ist weiter unklar. Auch die Höhe des Schadens war am Montag noch nicht absehbar.

Das Unglück auf der „Purple Beach“ hatte den Einsatzleitern besonders am Dienstag Sorgen bereitet. Brandbekämpfer und die Besatzung mussten vorsorglich in Krankenhäuser gebracht werden, weil sich eine explosive Atmosphäre um das Schiff gebildet hatte. Schwer verletzt wurde aber niemand. Auf den ostfriesischen Inseln und an der Festlandsküste war ein eigenartiger Geruch wahrzunehmen. Nach Luftmessungen konnte jedoch Entwarnung gegeben werden. Den Besatzungen von Mehrzweckschiffen des Bundes gelang es, mit großen Wasserfontänen eine riesige weiße Rauchwolke niederzuschlagen und die Bordwände des Schiffes abzukühlen.

dpa

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