Polizei ermittelt

Radfahrer erschreckt Passanten mit Schlange

Hildesheim - Ein Radfahrer hat in Hildesheim Passanten mit einer Schlange erschreckt, die er unter seinem Pullover hervorzog. Jetzt ermittelt die Polizei gegen ihn.

Wenn es ein Scherz sein sollte, dann ging er gründlich daneben. Die Polizei ermittelt gegen einen 20-jährigen Hildesheimer, der am Montagabend mit einer Schlange unterm Pulli durch die Nordstadt geradelt ist. Der Mann soll das Reptil benutzt haben, um andere zu erschrecken. Einen Mofafahrer packte derart die Angst, dass er das Gleichgewicht verlor und umkippte. Wie es scheint, motivierte das den Mann mit der Schlange aber nur noch zusätzlich. Die Polizei fragt nun, ob der Radfahrer noch weitere Opfer gefunden hat.

Das erste Mal fiel der junge Mann, der der Polizei bestens bekannt sein soll, am frühen Abend in der Hildesheimer Nordstadt auf. Der Kopf der Schlange und ein Teil ihres schuppigen Körpers lugten am Halsbund aus dem Pullover des Mannes, der Rest des Reptils war unterm Textil verborgen. So näherte sich der Hildesheimer per Fahrrad einem 53-Jährigen, der mit seinem Mofa unterwegs war. Als beide auf gleicher Höhe waren, soll der Jüngere dem Älteren die Schlange präsentiert haben. Das Tier züngelte dabei.

Der Mofafahrer kippte auf die Fahrbahn, blieb aber unverletzt. Auch der Schaden am Zweirad war gering. Als der Mann sich aufgerappelt hatte, war der Radfahrer schon wieder verschwunden. Das Opfer hatte den Verdächtigen in der Vergangenheit bereits in der Nordstadt gesehen, kannte ihn aber nicht persönlich. Es dauerte aber nicht lange, bis er ihn erneut zu Gesicht bekam - nur eine Stunde später. Diesmal hielt er die Schlange seinem Opfer in etwa 20 bis 30 Zentimeter Entfernung vors Gesicht. Doch das griff zum Handy und alarmierte die Polizei. Jetzt ermittelt die Hildesheimer Polizei gegen den 20-Jährigen. Sein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dürfte als Ordungswidrigkeit eingestuft werden. Die Schlange übrigens ist verschwunden.

Von Christian Wolters

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