Stau zu Ferienbeginn

Reiseverkehr sorgt für volle Autobahnen

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Foto: Auf den niedersächsischen Autobahnen staut es sich. Der Grund: Es sind Ferien.

Hannover - Das erste Ferienwochenende in Niedersachsen und Bremen sorgt auf den Autobahnen teilweise für dichten Verkehr. Erst am späten Nachmittag entspannte sich die Lage wieder.

Besonders lange Staus gab es auf den Autobahnen 7 und 31. Aber auch auf der Autobahn 1 quälten sich die Autos im Stop-and-Go voran. „Seit 8.30 Uhr ist es voll“, sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei in Bramsche.

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Stockender Verkehr und Staus gab es vor allem auf der Autobahn 7 von Hannover in Richtung Hamburg zwischen Mellendorf und Westenholz. Wegen einer Baustelle war auch die A 31 dicht: Zwischen dem Dreieck Bunde und dem Emstunnel staute sich der Verkehr am Mittag auf über zehn Kilometer Länge. Erst am späten Nachmittag waren die Autobahnen im Norden wieder weitgehend frei.

Einzige Ausnahme war auch am Abend noch die Autobahn 1: Auf dem Zubringerstück zum Fähranleger in Puttgarden ging zeitweise nichts mehr. Die Autos stauten sich in Richtung Norden über die gesamte Insel Fehmarn bis nach Heiligenhafen.

So kommen Sie sicher durch den Stau

Den Staus können Autofahrer eventuell mit einigen Tricks entgehen. "Geschickt ist es, sich antizyklisch zu verhalten", rät Rainer Hillgärtner vom Auto Club Europa (ACE). Das bedeute, entweder so früh zu starten, dass die Urlauber vor dem Stau herfahren - also sehr früh morgens oder noch in der Nacht. Oder sie fahren erst los, wenn der Stau sich aufgelöst hat, also am Nachmittag. Ob Urlauber die staureichen Strecken direkt großräumig umfahren sollten, komme darauf an, ob sie lieber schneller ankommen oder weniger Stress haben wollen, sagt Hillgärtner. Beim Ausweichen benötige man mehr Zeit, hat aber weniger Stress. Wer schnell vorankommen will, sollte Strecken nicht umfahren - auch wenn sie stauanfällig sind. Verkehrswissenschaftler hätten ausgerechnet, dass Fahrer so trotzdem schneller ankommen, als wenn sie auf Land- oder Bundesstraßen ausweichen.

Wer im Stau steckt, bei dem lohnt sich das Abfahren also auch nicht mehr, um Zeit zu sparen. "Es bringt auch nichts, von einem Fahrtstreifen zum anderen zu wechseln." Das Wichtigste sei, von vornherein ein Zeitpolster einzukalkulieren: So geraten Urlauber nicht in allzu viel Stress, wenn es stockt.

dpa/frs/ego

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