16,50 Euro pro Schwein

Ringelschwanzprämie wird eingeführt

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Foto: Das Kürzen der Ringelschwänze bei Schweinen und Ferkeln ist schon lange umstritten.

Hannover - Niedersachsen honoriert den Tierschutz in landwirtschaftlichen Betrieben künftig mit einer Prämie. Für jedes Schwein, dessen Ringelschwanz nicht abgeschnitten oder abgebissen wird, können Halter auf Antrag 16,50 Euro bekommen.

Die sogenannte Ringelschwanzprämie könne ab 1. Juli beantragt werden, teilte das Agrarministerium am Freitag in Hannover mit. Sie werde aber nur an Landwirte ausgezahlt, bei denen zu jeder Zeit im Mastdurchgang mindestens 70 Prozent der Tiere mit einem unversehrten Ringelschwanz ausgestattet sind. Zudem sei die gleichzeitige Haltung von kupierten und unkupierten Tieren in einer Gruppe nicht erlaubt.

Maximal können Prämien für 1000 Tiere pro Hof beantragt werden. "Wir erreichen ein wichtiges Etappenziel im niedersächsischen Tierschutzplan und setzen bundesweit Maßstäbe", sagte Agrarminister Christian Meyer (Grüne).

Weitere Zuschüsse bei Legehennen

Auch für die verbesserten Haltungsbedingungen von Legehennen und den Verzicht auf das umstrittene Schnäbelkürzen will Niedersachsen Prämien auszahlen. Pro Tier sind Zuschüsse von 1,70Euro für Kosten vorgesehen, die durch die Verbesserung der Haltungsbedingungen wie größere und bessere Ställe entstehen.

Für beide Maßnahmen stehen bis 2020 insgesamt 28 Millionen Euro bereit. Die Tiere müssen im beantragten Förderungszeitraum regelmäßig von einem Tierarzt begutachten werden.

dpa/epd

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