Ermittlungen gegen Mongols

Rockerwohnungen durchsucht

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Foto: Die Polizei hat am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen der verbotenen Rockergruppe Mongols durchsucht.

Bremen - Sie gehen mit Baseballschlägern und Messern gegen verfeindete Rockerclubs vor. Mehrfach machten Mitglieder der verbotenen Bremer Gruppe Mongols mit brutalen Attacken Schlagzeilen. Nun hat die Polizei mehrere Wohnungen durchsucht.

Im Zuge von Ermittlungen gegen den verbotenen Bremer Rockerclub Mongols hat die Polizei am Mittwochmorgen mehrere Wohnungen und Gebäude in Niedersachsen, Bremerhaven und Bremen durchsucht. Wie ein Sprecher mitteilte, gibt es derzeit 17 Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Bremen. Grund für die Suche nach Beweismitteln ist der Verdacht, dass Angehörige der Gruppierung gegen das Vereinsverbot verstoßen.

Die "Mongols MC Bremen" wurden Anfang 2011 gegründet und noch im selben Jahr verboten. Führende Mitglieder des Clubs gelten als hochgradig kriminell und gewaltbereit. Mehrfach kam es zu brutalen Auseinandersetzungen mit verfeindeten Rockern etwa von den Hells Angels. Im April dieses Jahres wurde ein 41 Jahre alter Mann bei einer Schlägerei lebensgefährlich verletzt.

Zeitgleich zu den Durchsuchungen der Bremer Polizei haben Beamte mit Diensthunden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stade fünf Wohnungen oder Gebäude in Bremen, Cuxhaven und Oederquart (Kreis Stade) durchsucht. Hintergrund ist ein Überfall mutmaßlicher Mongols-Mitglieder auf Angehörige eines verfeindeten Clubs Ende September. Bei einem Motorradtreffen in Freiburg im Kreis Stade waren etliche Vermummte mit Baseballschlägern und Messern auf Mitglieder des "MC Gremium" losgegangen. Nach Angaben der Polizei wurden vier Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt. Vier Mitglieder der Gruppe "Mongols MC" wurden vorübergehend festgenommen.

dpa

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