Norddeutscher Wissenschaftspreis 2014

Rückenwind für Forscher

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Preisträger: Britta Rollert vom Frauenhofer-Institut (v. l.), „ForWind“-Geschäftsführer Stephan Barth und Jan Teßmer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Hannover - Den Norddeutschen Wissenschaftspreis erhält in diesem Jahr der Forschungsverbund Windenergie („ForWind“). Die Forscher arbeiten unter anderem an intelligenten Rotorblättern und am optimalen Zusammenspiel von Windrädern in einem Windpark.

Der Preis, den die Wissenschaftsressorts der Länder Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern ausloben, ist mit 50.000  Euro dotiert.

An dem Forschungsverbund sind die Universitäten Hannover, Oldenburg und Bremen sowie das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik Nordwest sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt beteiligt. Die Erforschung der Windenergie zeige, wie Wissenschaft der Gesellschaft dienen kann, betonte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne).

Ein Teil der Arbeit des Forschungsverbunds wird in Hannover-Marienwerder verrichtet. Dort ist im September ein neues Testzentrum für Windparks auf hoher See eröffnet worden. „Wir erforschen dort, wie die Trägerstruktur der Windräder verbessert werden kann“, sagte Stephan Barth, Geschäftsführer von „ForWind“.

Das Kuratorium der Volkswagenstiftung hat am Freitag rund 43,3 Millionen Euro für Förderprojekte bewilligt. Damit steigt die Gesamtfördersumme des Bereichs „Niedersachsen Vorab“ in diesem Jahr auf rund 137 Millionen Euro. Auch dort profitiert „ForWind“. In dessen ­Rahmen bekommt die Uni Oldenburg 3,6   Millionen Euro, um die Effizienz von Windkraftanlagen zu steigern. Die Leibniz Universität Hannover kann sich über eine Million Euro freuen, die in die Erforschung elektrisch-mechanischer Energiesysteme fließen sollen. Der Nachwuchs der universitätsmedizinischen Standorte Hannover, Göttingen und Oldenburg wird ebenfalls mit einer Million Euro gefördert. „Mit der aktuellen Bewilligung verbinden wir die Hoffnung, die Wissenschaftsregion Niedersachsen zu stärken“, sagt Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagenstiftung.

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