Eltern unter Verdacht

Säugling schwer misshandelt

Goslar/Wernigerode - Ein Elternpaar aus Goslar steht im Verdacht, seinen wenige Wochen alten Säugling misshandelt und ihm schwere Verletzungen zugefügt zu haben. Die „Volksstimme“ hatte berichtet, dass der sieben Wochen alte Junge möglicherweise irreparabel schwere Verletzungen erlitten habe.

Der Säugling, der sich nach Polizeiangaben inzwischen "im dritten Lebensmonat" befindet, war bereits Ende Januar in die Kinderklinik in Wernigerode im Harzkreis (Sachsen-Anhalt) gebracht worden. Wegen der schweren Verletzungen schaltete das Krankenhaus die Polizei ein. Eine rechtsmedizinische Untersuchung habe den Verdacht erhärtet, dass der Junge misshandelt worden sein könnte, sagte ein Sprecher der Polizei in Halberstadt (Harzkreis).

Der kleine Junge befinde sich inzwischen in der Universitäts-Kinderklinik in Göttingen, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag. Lebensgefahr bestehe nicht.

Der Tatverdacht richte sich gegen die Erziehungsberechtigten des Kindes. Nähere Angaben wollte er nicht machen, weil der Fall wegen des mutmaßlichen Tatortes Goslar inzwischen an die Ermittlungsbehörden in Niedersachsen abgegeben worden sei. In der Göttinger Universitätsmedizin sollten weitere Untersuchungen zur Art und Schwere der Verletzungen des Kindes angestellt werden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

dpa

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