Ein Toter und 17 Verletzte

Sattelzug kracht in Raststätte an A1

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Der Sattelzug war am Vormittag in das Gebäude der Raststätte Ostetal gerast.

Sittensen - Ein Lastwagen rammt an der A1 zwischen Hamburg und Bremen eine Raststätte. Ein Mann stirbt. Mehrere Menschen werden verletzt, auch der Unglücksfahrer. Warum verlor der Mann die Kontrolle?

Trümmer liegen vor der Raststätte Ostetal an der Autobahn 1. Aus der kaputten Decke hängen lose Kabel. Die Scheiben sind zerborsten. Ein Sattelzug hat am Dienstag das Restaurant auf dem Rastplatz bei Sittensen zwischen Hamburg und Bremen gerammt und mehrere Menschen erfasst. Ein 72-Jähriger aus Schleswig-Holstein kommt ums Leben. 17 Menschen werden verletzt, darunter der 72 Jahre alte Lkw-Fahrer. Er kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Die Ermittler können den Mann aus dem Kreis Osnabrück deshalb nach dem Unfall zunächst nicht befragen. "Der Fahrer hat aus irgendeinem Grund, den wir noch nicht kennen, die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren", sagt Polizeisprecher Thomas Teuber.

Der Sattelzug fährt gegen 9 Uhr von der Autobahn auf den Rastplatz ab und kommt dann plötzlich nach rechts ab. Er schiebt mehrere parkende Autos zur Seite, schrammt an dem Raststättengebäude entlang und zerstört einen Vorbau, in dem sich der Eingang befand. "Er hat das Vordach zum Teil abrasiert", sagt Teuber. 16 Menschen, die sich vor der Raststätte oder im Eingang aufhalten, erwischt der außer Kontrolle geratene Lastwagen. Mehrere Notärzte, Krankenwagen, zwei Hubschrauber und drei Feuerwehren machen sich auf den Weg zur Unfallstelle, um die Verletzten zu versorgen. Den Lkw-Fahrer muss die Feuerwehr aus dem Führerhaus befreien. Die Polizei sperrt den Rastplatz.

Die Ermittler sind bis zum Nachmittag damit beschäftigt, die Spuren der Verwüstung zu sichern. Bis zum Abend soll der beschädigte Lastwagen geborgen werden. Kurz nach dem Unfall sprechen die Ermittler mit den ersten Zeugen. Nach Angaben von Teuber wird es aber noch einige Tage dauern, bis feststeht, wie es zu dem Unfall kommen konnte - wenn das überhaupt genau zu klären sei, wie der Polizeisprecher sagt. Vom Ausmaß her sei das schon ein ungewöhnlicher Unfall: "So etwas kommt zum Glück nicht so häufig vor."

dpa

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