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Schlechtes Wetter trübt Zoo-Bilanzen

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Giraffenmama Shahni schnüffelt im Zoo Hannover ihrem kleinen Rothschild Babybullen über den Hals.

Osnabrück - Trübes Wetter, trübe Bilanzen: In viele Zoos in Niedersachsen sind seit Jahresbeginn weniger Besucher gekommen als 2011. Damals wurden vielerorts aber auch Rekorde verbucht.

In viele niedersächsische Zoos und Tierparks sind im ersten Halbjahr weniger Besucher als im Vorjahreszeitraum gekommen. Grund ist nach Ansicht der Betreiber das schlechte Wetter im Frühjahr. Hoffnung wird jetzt auf einen schöneren Sommer gelegt.

Dass die Zahlen nicht ganz so gut ausgefallen sind, dürfte kaum verwundern. Schließlich war für einige Tierparks 2011 ein Rekordjahr. In den Zoo Osnabrück etwa kamen 2011 nach Zoo-Angaben erstmals über eine Million Besucher. „Im letzten Jahr war das Wetter wie gemalt“, sagte Geschäftsführer Andreas Busemann. Insofern sei ein leichter Rückgang nicht erstaunlich. „Wir hatten ein Einnahme-Minus von acht bis zehn Prozent geplant.“ Letztlich seien es nur sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Auch Edith Wilhelm vom Zoo in Braunschweig macht sich trotz gesunkener Besucherzahlen keine Sorgen. Genaue Zahlen gebe es noch nicht, aber die Geschäftsführerin rechnet mit fünf bis zehn Prozent weniger Besuchern als im Jahr 2011. „Das Wetter zu Ostern und im ganzen Frühling war schlecht, aber das Jahr ist noch nicht vorbei“, sagte Wilhelm.

Im Tierpark Nordhorn ist man ebenfalls optimistisch. Dort kamen bis zum 24. Juni knapp 160.000 Besucher, etwa 2000 weniger als im Vorjahreszeitraum, wie Geschäftsführer Nils Kramer mitteilte. Die Ursache ist dieselbe wie bei den anderen Zoos: “2011 war ein Rekordjahr. In diesem Jahr war das Wetter bislang schlechter“, sagte Kramer. Die angepeilte Zahl von 300.000 Besuchern werde aber erreicht, ist er sich sicher.

Auch im Zoo Hannover wurden weniger Besucher als im gleichen Zeitraum des Rekordvorjahres gezählt. „Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, sagte Zoo-Sprecherin Magitta Feike. Im ersten Halbjahr habe es 84 Regentage gegeben. „Das sind 30 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagte Feike, die nun auf einen guten Sommer hofft.

Der Wildpark Lüneburger Heide hat gegen kühleres Wetter dagegen nichts einzuwenden. „Das wechselhaft Wetter kommt uns zugute“, sagte Alexander Tietz von der Geschäftsleitung. Die Besucher würden sich entsprechend wetterfest anziehen. „Wir sind bislang sehr zufrieden mit den Besucherzahlen.“

dpa/kas

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