Schnee und Eis getaut

Schmuddelwetter trübt die vorweihnachtliche Freude

+
Foto: Am Wochenende hat in ganz Deutschland Tauwetter eingesetzt. Auch an der Waterloo-Säule in Hannover verwandelte sich der Schnee in Matsch.

Offenbach - Die Chancen auf eine weiße Weihnacht schwinden: Anhaltender Regen hat am Wochenende in Hannover und vielen Orten Deutschlands den Schnee weggespült. Auf vielen Straßen blieb nur noch Matsch übrig.

Auch in den nächsten Tagen ist – außer in höheren Lagen – bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt nicht mit Schnee zu rechnen, wie der Deutsche Wetterdienst am Sonntag in Offenbach mitteilte. Doch selbst im Harz haben es Nieselregen und Tauwetter den Wintersportlern am dritten Adventswochenende schwer gemacht.

Einige Skilifte wie die Torfhaus-Lifte in Schulenberg mussten am Sonntag wegen des nassen Wetters geschlossen werden. Die Schneehöhe sei zwar ausreichend, doch es sei zu matschig, sagte eine Sprecherin. Nur der Rodellift war amSonntag noch offen. „Es ist wenig los.“ Auch inSankt Andreasberg blieb es ruhig. „Es ist leider nass“, sagte einSprecher. Zum Wochenende soll es aber wieder kälter werden.Dann sollen auch wieder alle Lifte inBetrieb genommen werden.

Die gefährliche Seite des Winters bekamen vor allem am Sonnabend Autofahrer in Ostdeutschland und der östlichen Hälfte Bayerns zu spüren. Der Regen fiel dort auf gefrorenen Boden und sorgte für viele glatte Straßen. In Unterfranken verunglückte Sonnabend ein mit 32.000 Litern Heizöl beladener Tanklastzug auf eisglatter Fahrbahn. Er kippte um. Öl lief nach Polizeiangaben nicht aus. Auch auf Autobahnen kam es zu Glatteisunfällen, bei denen aber meist nur Blechschäden entstanden. Viele Polizeidienststellen meldeten Glatteisunfälle, die aber glimpflich ausgingen.

Schauer im Norden und Westen erwartet

Nach dem Tauwetter vom Wochenende dürfte auch in der neuen Woche der Regenschirm zum treuen Begleiter werden: Für Montag ist im Süden mit länger anhaltenden Regenfällen zu rechnen, im Norden und Westen soll es Schauer geben. Nur im Nordosten bleibt es voraussichtlich trocken. Die Temperaturen klettern am Ober- und Niederrhein auf bis zu frühlingshafte zehn Grad, während in der Nacht zum Dienstag im Osten sogar wieder leichter Frost möglich ist. Ein Ende des Schmuddelwetters mit Regen und dichter Bewölkung ist mittelfristig nicht in Sicht. Bei teils leichtem Frost im Bergland und im Osten Deutschlands liegen die Temperaturen weiter über dem Gefrierpunkt. Immer wieder soll es regnen - das Wasser wird wohl die letzten Schneefelder wegspülen.

Schneefallgrenze sinkt Mitte der Woche

Auch am Dienstag gibt es im Süden wieder kräftige Regengüsse, die dann in der Nacht zu Mittwoch auch im Osten des Landes zu erwarten sind. Die Schneefallgrenze sinkt dann auf etwa 600 bis 800 Höhenmeter - die Hoffnung auf ein wenig Schnee zum Weihnachtsfest muss also doch noch nicht ganz aufgegeben werden. Mitte der Woche wird es wieder etwas kälter. Bei Tiefsttemperaturen von zwei Grad unter null kann es ortsweise auch glatt werden.

dapd/dpa

1364954

Kommentare