Verkehrsprobleme

Schneefall führt zu Verspätungen im Zugverkehr in Hannover

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Foto: Der Schneefall führt am Hauptbahnhof Hannover derzeit zu Verspätungen im Zugverkehr.

Hannover/Bremen - Das Winterwetter führt in Hannover und im Umland zu zahlreichen Verkehrsproblemen: Vor allem bei der Deutschen Bahn führt der Schneefall zu zahlreichen Verspätungen am Hauptbahnhof Hannover. Auch einige Flüge wurden am Flughafen Langenhagen gestrichen.

Der Verkehr bei der Deutschen Bahn rolle aber, sagte ein Bahnsprecher: "Es sind keine Strecken gesperrt." Als Vorsichtsmaßnahme sei die Höchstgeschwindigkeit der ICE-Züge auf 200 Kilometer pro Stunde begrenzt worden. So sollen Schäden an den Zügen durch aufgewirbelte Eisbrocken vermieden werden. "Das Tempolimit kostet uns Pünktlichkeit", sagte der Sprecher. Verspätungen von mehr als einer Viertelstunde seien aber die Ausnahme, sagte ein Sprecher.

Der Abfahrtsfahrplan der Deutschen Bahn im Internet zeigte jedoch zur Mittagszeit für den Hauptbahnhof Hannover zahlreiche Verspätungen von 35 bis 100 Minuten, gegen 16 Uhr am Nachmittag hatten sich die Verspätungen bereits reduziert.

Auch der Flughafen Hannover ist durch das Winterwetter eingeschränkt: Die Fluggesellschaft Lufthansa hat am Montag 33 Flüge an den Flughäfen Hannover sowie Hamburg und Bremen gestrichen, wie Lufthansa auf ihrer Homepage angab.

17 Abflüge und 16 Ankünfte fallen zum Wochenstart aus, vor allem Flüge von und nach Frankfurt am Main und München. Über die Anzahl betroffener Fluggäste und finanzielle Schäden wollte sich die Lufthansa nicht äußern. Europaweit sind mehr als 400 Flüge gestrichen worden.

An den Flughäfen in Bremen und Hannover wurden mehrere Flüge von und nach Paris, Frankfurt und München gestrichen. Dabei waren nicht die wenigen Zentimeter Neuschnee an den beiden Airports im Norden verantwortlich. „Grund sind die Drehkreuze“, sagte eine Sprecherin des Flughafens Bremen. In München und Paris behinderte starker Schneefall den Flugverkehr, in Frankfurt hatte Eisregen den Betrieb am Sonntagnachmittag zeitweise sogar zum Erliegen gebracht.

Auf teilweise glatten Straßen gerieten viele Autos im morgendlichen Berufsverkehr in Niedersachsen ins Rutschen. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, einige Menschen wurden leicht verletzt, berichtete die Polizei. Die Räumdienste waren im Dauereinsatz.

In den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Osnabrück fiel am Montag wegen gefährlicher Glätte die Schule aus. Und im Fährverkehr zu den ostfriesischen Insel verursacht der scharfe Ostwind wieder Probleme: Dort sind bereits mehrere Verbindungen ausgefallen, weitere Behinderungen werden erwartet.

In der Region Osnabrück berichtete die Polizei am Vormittag von 15 Unfällen mit Blechschäden. Personen seien aber nicht verletzt worden, sagte Polizeisprecher Ralf Bosse. Die Menschen würden der Witterung angemessen langsam und vorsichtig fahren. Ähnlich war es auch in der Grafschaft Bentheim und im Emsland. „Wir hatten und haben den einen oder anderen Unfall, aber das sind überwiegend Blechschäden oder Leichtverletzte“, sagte Polizeisprecher Achim van Remmerden.

Extremes Niedrigwasser durch anhaltenden starken Ostwind behinderte die Schifffahrt zu den ostfriesischen Inseln Wangerooge, Spiekeroog und Juist. Am Morgen war die Verbindung zwischen Harlesiel und Wangerooge ausgefallen. In Norddeich fiel die Fähre von und nach Juist komplett aus. Auch das Frachtschiff blieb im Hafen.

Die Liste der gestrichenen Flüge der Lufthansa.

Die Abflüge in Hannover auf der Internetseite von Hannover Airport.

Die Ankünfte in Hannover auf der Internetseite von Hannover Airport.

Der Abfahrtsplan für den Hauptbahnhof Hannover der Deutschen Bahn.

dpa/dapd/sup

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