Halbes Jahr nach Amoklauf im Kino

Schon wieder Schüsse in Aurora – Vier Tote bei Geiselnahme

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Foto: Ein Geiselnehmer hat in Aurora drei Menschen und sich selbst getötet.

Washington/Aurora - Im vergangenen Sommer erschoss ein Amokläufer in Aurora in einem Kino zwölf Menschen. Jetzt gerät die kleine Stadt in Colorado wieder in die Schlagzeilen.

Ein halbes Jahr nach dem Amoklauf mit zwölf Toten ist die Stadt Aurora (US-Staat Colorado) erneut von einem schrecklichen Verbrechen erschüttert worden. Ein 33-jähriger Mann hatte sich am Samstagmorgen in einem Wohnhaus verbarrikadiert und mutmaßlich drei Menschen getötet, bevor er dann selbst von der Polizei erschossen wurde. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Medienberichten zufolge sind die Opfer der Schwiegervater des Schützen, eine Schwägerin und deren Freund. Eine Frau - offenbar die Ehefrau des Täters - habe flüchten können und die Polizei alarmiert, berichtete die „Denver Post“.

Demnach versuchten die Polizisten vergeblich, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Sie hätten schließlich nach sechs Stunden Tränengaspatronen ins Haus geschossen und das Gebäude gestürmt, nachdem der Mann aus einem Fenster im ersten Stock auf sie geschossen habe. Der Täter sei von Polizisten getötet worden. Im Erdgeschoss entdeckten die Beamten die drei Leichen.

Die Stadt Aurora mit rund 300.000 Einwohnern hatte erst vor rund einem halben Jahr Schlagzeilen gemacht, als ein Amokläufer beim Überfall auf ein Kino zwölf zumeist junge Menschen erschoss. Rund 50 Menschen wurden damals verletzt, einige von ihnen schwer.

dpa

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