Künstler gestaltet Tiere aus Altmetall

Der Schrott-Zoo

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Foto: Auf den ersten Blick sieht der kecke Affe lebendig aus – aber er besteht nur aus Altmetall.

Rallenbüschen - Eine Giraffe in Lebensgröße, eine Klapperschlange oder ein Gepard - im Garten von Diedel Klöver hat sich eine Menge exotischer Tiere versammelt. Das Grundstück in Varel-Rallenbüschen gleicht einem Dschungel mit schrägen Lebewesen. Sie bestehen jedoch nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Eisen.

Rostiges Metall in allen Formen ist das Ausgangsmaterial für den Künstler, der daraus inzwischen einen ganzen Kleinzoo gestaltet hat. Unter dem Motto "Menschen, Tiere, Korrosionen" hat der 54-Jährige klobiges Eisen in mühseliger Handarbeit zu filigranen Kunstobjekten verarbeitet. Mal trottet ein Löwe mit gewaltiger Mähne über den Rasen, dann stehen Besucher einem Krokodil mit weit aufgerissenem Maul gegenüber.

"Tiere haben eine ganz eigene Dynamik, das reizt mich", sagt Klöver, der seine Hardware auf Schrottplätzen findet. Häufig bringen auch Nachbarn etwas Brauchbares vorbei: Schraubenschlüssel, Gartengeräte oder Ketten verwandeln sich unter der Flex oder dem Schweißgerät langsam zu bizarren Skulpturen. Gelegentlich sind auch menschliche Wesen darunter, etwa der zum Sprint ansetzende Leichtathlet.

Die meisten Werke, die Klöver in den vergangenen 13 Jahren gefertigt hat, können Besucher in seinem Skulpturengarten besichtigen - wenn die Eisen-Tiere nicht gerade unterwegs zu Ausstellungen sind.

dpa

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