A7 bei Kassel

Schüler retten sich aus brennendem Bus

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Keine Verletzten: Glimpflich ging ein Motorbrand eines Reisebusses bei Kassel aus.

Kassel/Emmerthal - Glück im Unglück: 45 Neuntklässler und zwei Lehrer aus Emmerthal bei Hameln haben sich am Mittwochmorgen auf der Autobahn 7 bei Kassel aus einem brennenden Bus gerettet. Die Realschüler waren auf dem Weg nach Frankreich.

Zwei Schulklassen aus Emmerthal bei Hameln sind auf ihrer Fahrt nach Frankreich nur knapp einem Unglück entkommen: Ihr vollbesetzer Reisebus war am Mittwochmorgen kurz vor Kassel in Brand geraten. Die Reisegruppe hatte dabei Glück, dass der 57 Jahre alte Busfahrer rechtzeitig den aufsteigenden Qualm aus dem Motorraum bemerkte. Außerdem hatten andere Autofahrer durch Hupen auf das Feuer aufmerksam gemacht, teilte die Polizei Kassel mit.

Der Fahrer stoppte daraufhin sofort den Bus auf dem Seitenstreifen. Die 45 Realschüler und zwei Lehrkräfte konnten sich unverletzt hinter die Leitplanke retten. „Es ist alles sehr glimpflich ausgegangen“, sagte ein Polizeisprecher. „Der Fahrer hat die Schüler zum Glück in Sicherheit bringen können.“ Bis die Feuerwehr am Unglücksort eintraf, versuchte der Busfahrer vergeblich den Brand mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen. Für die anschließenden Löscharbeiten mussten zwei Fahrstreifen gesperrt werden, der Verkehr staute sich auf mehrere Kilometer an. Als Brandursache vermuten die Beamten einen technischen Defekt im Motorraum. „Die genaue Ursache lässt sich aber wahrscheinlich nicht mehr herausfinden“, sagte der Sprecher.

Die Neuntklässler waren am Morgen zu ihrer Studienreise nach Frankreich aufgebrochen. Nach dem Vorfall wurden die Schüler und ihre Begleiter auf einen Rastplatz gebracht. Dort warteten sie auf einen Ersatzbus, mit dem sie ihre Fahrt fortzusetzen konnten. Ihr alter Bus musste derweil abgeschleppt werden. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 30.000 Euro. Die Eltern der Schüler seien mit der Weiterfahrt einverstanden gewesen, sagte eine Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg.

Christopfer Piltz

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