Vier weitere Verletzte

Schüler tötet Lehrer mit Stichwaffe

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Ein spanischer Jugendlicher hat in einer Schule in Barcelona einen Lehrer mit einer Armbrust erschossen.

Barcelona - Ein spanischer Jugendlicher hat in einer Schule in Barcelona einen Lehrer möglicherweise mit einer Armbrust erschossen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe am Montag berichtete, verletzte der 13-jährige Gymnasiast vier weitere Lehrkräfte und Schüler.

Ein minderjähriger Schüler hat am Montagmorgen an einer Schule in Barcelona einen Lehrer getötet und vier weitere Menschen verletzt. Der Lehrer sei mit einer "Stichwaffe" getötet worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Mehrere katalanische Medien berichteten, der Jugendliche sei mit einer Armbrust und einem Messer bewaffnet gewesen, doch wurde dies von der Polizei zunächst nicht bestätigt. Viele Details blieben auch Stunden später unklar.

Nach Angaben des Polizeisprechers und mehrerer Schüler ereignete sich die Tat kurz nach Unterrichtsbeginn um 09.00 Uhr an der Oberschule "Joan Fuster". Eine Schülerin berichtete der Nachrichtenagentur AFP, sie und ihre Kameraden hätten Schreie aus einer Nachbarklasse gehört.

Als ihr Sozialkunde-Lehrer zu der anderen Klasse geeilt sei, um nach dem Rechten zu schauen, sei er von dem Täter attackiert worden. Nach den Berichten des Mädchens und mehrerer Mitschüler betrat der Täter kurz darauf ihr Klassenzimmer, griff eine Schülerin an und rannte dann wieder auf den Flur zurück, mit einem Messer in der Hand. Voller Angst habe die Klasse daraufhin Schreibtische vor die Tür geschoben und sich in dem Raum verbarrikadiert.

Laut Polizei wurde der jugendliche Täter zunächst in der Schule "festgehalten". Er sei jünger als 14 Jahre und deshalb noch nicht strafmündig. Bei dem Toten soll es sich um einen Vertretungslehrer handeln, bei den vier verletzten Opfern um zwei Schüler und zwei Lehrer. An der betroffenen Schule werden Kinder zwischen zwölf und 16 Jahre unterrichtet.

afp

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