Harter Tag

Schwerer Schneesturm bedroht Nordosten der USA

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In New York sind innerhalb von wenigen Stunden rund 20 Zentimeter Neuschnee gefallen.

Boston - Der Nordosten der USA muss sich auf einen harten Tag gefasst machen. Heftige Schneefälle, starker Wind und klirrende Kälte suchen die Region heim. Behörden und Bewohner bereiten sich auf extreme Bedingungen vor, hoffen aber, dass das Schlimmste ausbleibt.

Weite Teile der USA werden von schweren Schneestürmen und klirrender Kälte heimgesucht. Betroffen sind vor allem die Neuengland-Staaten im Nordosten. Der Wintersturm könne zu chaotischen Verhältnissen führen, warnten Meteorologen. Vor allem extrem schlechte Sichtbedingungen seien wahrscheinlich. "Reisen Sie nicht, es ist sehr gefährlich", teilte der nationale Wetterdienst mit.

Mehr als 2000 Flüge fielen am Donnerstag nach Angaben der Internetseite FlightAware.com landesweit aus, für Freitag wurden bislang mehr als 1000 Flüge gestrichen. Probleme gab es auch im Straßenverkehr. Etwa 100 Millionen Einwohner lebten in der Unwetter-Zone, berichtete der TV-Sender CNN - das seien fast ein Drittel der US-Bevölkerung.

Nach Vorhersagen des nationalen Wetterdienstes soll es bis Freitagabend (Ortszeit) schneien. Bis dahin könnten in Neuengland bis zu 45 Zentimeter Neuschnee fallen, sagten Meteorologen voraus. Allein in Boston in Massachusetts fielen bis Donnerstagabend (Ortszeit) innerhalb weniger Stunden fast 20 Zentimeter Neuschnee. Auch in New York und im weit südlich gelegenen Washington gab es ergiebige Schneefälle.

Die Schneefälle in New York sind ein erster Test für den neuen Bürgermeister der Stadt, Bill de Blasio, der sein Amt Anfang Januar antrat. De Blasio hatte sich nach einem Schneesturm im Jahr 2010 kritisch über die Arbeit seines Amtsvorgängers Michael Bloomberg geäußert.

Im Bundesstaat Massachusetts sollten am Freitag die meisten Schulen geschlossenen bleiben. Der Gouverneur des Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, rief den Notstand aus und ordnete die Sperre von mehreren Hauptverbindungsstraßen an.

Vor allem Kälte und Wind drohen den Menschen zuzusetzen. "Als Folge dieses Sturms werden sich sehr kalte Luftmassen über den Osten der USA bewegen", sagte der nationale Wetterdienst voraus. In vielen Gebieten könnten die Temperaturen 20 bis 30 Grad unter die Normalwerte fallen. Die Kältewelle werde sich vermutlich bis in den Norden Floridas ausbreiten - selbst dort könnte es Minustemperaturen geben.

Wie üblich bei solchen Wetterlagen werden in den USA viele Stromausfälle erwartet. Dies liegt vor allem daran, dass Stromleitungen häufiger als in Deutschland noch über der Erde verlaufen. Eis und umstürzende Bäume sind oftmals die Ursache, dass Zehntausende auch in Städten wie Washington tagelang ohne Strom sind.

Allerdings dürften in Neuengland die Schneemengen vom vergangenen Februar nicht erreicht werden, meldeten Experten im TV-Sender CNN. Damals habe es mehr als einen Meter Neuschnee gegeben.

dpa

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