Stärke bei 6,5

Schweres Seebeben im Mittelmeer

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Athen - Ein schweres Seebeben der Stärke 6,5 hat am Samstagvormittag die Inseln des nordöstlichen Mittelmeeres erschüttert. Dem ersten Stoß folgten mehrere Nachbeben. Tausende Menschen rannten Augenzeugenberichten zufolge auf den Inseln Limnos, Samothraki und Thassos auf die Straßen.

Ein schweres Seebeben hat am Samstagvormittag die gesamte Ägäis erschüttert. Der Erdstoß war auch in Athen und Istanbul sowie in Bulgarien zu spüren. Das Beben wurde vom Institut für Geodynamik in Athen mit einer Stärke von 6,5 registriert. Tausende Menschen rannten nach Augenzeugenberichten vor allem auf den Inseln Limnos, Samothraki und Thassos auf die Straßen. Dem ersten Stoß folgten mehrere Nachbeben. Das Zentrum des Bebens lag unter dem Meeresboden zwischen den griechischen Inseln Limnos und Samothraki im Ägäischen Meer.

„Die ganze Insel schien hoch und runter zu gehen“

Etliche Fensterscheiben seien auf den Inseln zerborsten, Menschen in Panik aus ihren Häusern gerannt, berichteten Medien. "Die ganze Insel schien hoch und runter zu gehen. Wir sind in Panik geraten", sagte der auf Limnos lebende Kardiologe Giorgos Kalogiannis der Nachrichtenagentur dpa. Eine Frau sei leicht verletzt ins Krankenhaus gekommen. An einigen Gebäuden seien leichte Risse zu sehen.

Kostas Papazachos vom Seismologischen Institut der Universität der Hafenstadt Thessaloniki sagte im griechischen Fernsehen, dass es in der Region schon mehrfach Seebeben dieser Stärke gegeben habe. In das Gebiet hinein erstreckt sich die sogenannte Nordanatolische Verwerfung zwischen der Anatolischen Kontinentalplatte und der Eurasischen Platte.

dpa

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